1/2012

 

 Inhalt

Übersicht

Editorial

Zeitreise

Mit einem Paukenschlag für Comic-Fans beginnt das neue Jahr in Leipzig: Die Ausstellung „Dig, Dag, Digedag“ macht die Faszination des DDR-Comics Mosaik anhand bisher unveröffentlichter Originalzeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle deutlich. Die Entstehungsgeschichte und der politische Kontext umrahmen die Objektgeschichten.

Baubesprechung auf dem Gelände der Kulturbrauerei: Stiftungspräsident Hans Walter Hütter (re.) und Berlin-Koordinator Mike Lukasch mit Grit Sperschneider von der TLG Immobilien GmbH
 

Titel

Dig, Dag, Digedag. DDR-Comic "Mosaik"

„Ich will (...) mit farbenfrohen Bildfolgen eine heitere und auch belehrende Unterhaltung für unsere Jugend schaffen.“ Mit diesem Ziel erschien Anfang März 1955 ein 29-jähriger Grafiker und Karikaturist namens Johannes Hegenbarth beim Direktor des der Jugendorganisation FDJ unterstellten Verlags „Neues Leben“. Er warb mit einer Zeichenmappe unter dem Arm für seine Idee einer Comic-Zeitschrift in der DDR. Dies war die Geburtsstunde des „Mosaik von Hannes Hegen“, eines der erfolgreichsten deutschen Comics überhaupt.

Die Ausstellung "Dig, Dag, Digedag" im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
 

Bonn

Ausstellung "Zeichen. Sprache ohne Worte" im Haus der Geschichte

Zeichen. Sprache ohne Worte

Im Jahr 2011 hat die Stiftung Haus der Geschichte viele Zeichen gesetzt: Angefangen bei der Eröffnung der neuen Dauerausstellung in Bonn am 23. Mai, über die Wechselausstellung „Mit 17 … Jung sein in Deutschland“ im Juli und die neue Berliner Dauerausstellung im „Tränenpalast“ im September, bildete die Ausstellungseröffnung „Zeichen. Sprache ohne Worte“ am 8. Dezember den Abschluss eines überaus erfolgreichen Jahres des Hauses der Geschichte.

 

Leipzig

Fotografien von Harald Kirschner

Traum und Tristesse

Berlin-Marzahn, Dresden-Prohlis, Halle-Neustadt, Jena-Lobeda, Leipzig-Grünau – die Bindestrich-Orte stehen für Plattenbausiedlungen, die ab Mitte der 1970er Jahre in der DDR vornehmlich an den Stadträndern entstanden sind. Vielen Ostdeutschen galt die Zuweisung einer Plattenbauwohnung als „Sechser im Lotto“, andere empfanden die dort vorherrschende Uniformität der Architektur und die oftmals katastrophale Infrastruktur als deprimierend. Diesem Spannungsverhältnis zwischen „Traum und Tristesse“ auf der Spur sind rund 70 Aufnahmen des Leipziger Fotografen Harald Kirschner, die das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig vom 8. März bis 24. Juni 2012 präsentiert.