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Editorial
Morgens, mittags, abends, bisweilen auch zwischendurch: Hausmannskost oder Delikatessen, aus dem Ausland oder der heimischen Region, am festlich gedeckten Tisch oder vor dem Fernseher – unsere Ernährung ist allgegenwärtiger Bestandteil unseres Alltags. Eine ständig wachsende Zahl von Koch- und Backbüchern, Diätratgebern, Restaurantführern und immer neuen Kochsendungen versorgt die Deutschen täglich mit vielerlei Tipps rund um Essen und Trinken.

Man ist, was man isst!
Kaum ein Bereich im Alltagsleben der Deutschen ist so allgegenwärtig wie die Ernährung: Nahrungsmittel sind bis in die späten Abendstunden fast überall erhältlich, die gastronomische Vielfalt reicht vom Schnellimbiss bis zum Gourmetrestaurant, im Fernsehen kochen Spitzen- und Hobbyköche um die Wette. Einer der Spitzenköche mit Michelin-Stern, der TV-Coach und Restauranttester Christian Rach, weiß Antworten auf die Frage, worin die Faszination beim Essen und Kochen liegt.

Wer kocht? Arbeitswelt und Lebensform
Weit stärker als noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlangt der Beruf heute von vielen Menschen Flexibilität und Mobilität. Die meisten Vollzeit-Berufstätigen verpflegen sich tagsüber außer Haus, wo ihnen ein vielfältiges Angebot zur Verfügung steht. Eines davon ist die Kantine innerhalb eines Unternehmens. Diese hat sich weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür ist die Bayer-Kantine: 1902 als „Arbeiter Speisenanstalt” der damaligen Farbenfabriken Bayer ausschließlich für die Mitarbeiterverpflegung entstanden, hat die Bayer Gastronomie, eine Tochtergesellschaft des Bayer-Konzerns, ihre Kompetenzen im Laufe der Jahre ausgeweitet. So entwickelte sie ein Konzept, das unter dem Begriff „Marktrestaurant“ inzwischen Modellcharakter in der Mitarbeiterverpflegung hat.
Entdecken & Experimentieren
Ein Vergleich des kulinarischen Angebots in der heutigen Bundesrepublik mit demjenigen vor 50 Jahren macht schnell deutlich, wie sehr sich die Auswahl an Nahrungsmitteln und Speisen vergrößert und die Esskultur internationalisiert hat. Eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung spielen – neben der Lebensmittelindustrie – Migration und Tourismus.
