Veränderung ist „das Salz des Vergnügens“, heißt es bei Friedrich Schiller. Sie hemmt den
Genuss nicht, sondern steigert ihn. Nach diesem Motto erscheint das museumsmagazin von
dieser Ausgabe an mit einem aktualisierten redaktionellen Konzept und in modifiziertem
Erscheinungsbild. Das neue Layout unterstützt Lesefreundlichkeit und Orientierung, ohne auf
bewährte Elemente zu verzichten. Insbesondere haben wir die Informationen zu den drei
Standorten der Stiftung – Bonn, Leipzig und Berlin – übersichtlicher gestaltet und deren
Profil als Veranstaltungsorte geschärft.
1. September 1948 – ein nicht zu unterschätzender Tag für unsere Demokratiegeschichte:
65 Abgeordnete des Parlamentarischen Rats nahmen in Bonn ihre Arbeit auf. Dreieinhalb
Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs stellten sie sich der Aufgabe, das Grundgesetz
auszuarbeiten und zu verabschieden. Zuvor hatten am 1. Juli 1948 die westdeutschen
Ministerpräsidenten in Frankfurt am Main von den drei westalliierten Militärgouverneuren
den Auftrag erhalten, eine verfassungsgebende Versammlung einzuberufen.
Ob Franz Josef Strauß ganz privat mit Tochter oder Gerhard Schröder in Siegerpose auf dem Podium – die
Mediendemokratie nutzt eindringliche und emotionale Bilder als Mittel der politischen Kommunikation. Von
der Dominanz der Bilder in Wahlkämpfen und im politischen Alltag in Deutschland seit 1945 berichtet seit
dem 13. Juni 2008 eine neue Ausstellung in der U-Bahn-Galerie des Hauses der Geschichte in Bonn.
Die Fragezeichen im Titel der Ausstellung bringen es zum Ausdruck: Das Thema bietet Anlass für historische wie gesellschaftspolitische
Kontroversen. Was verbirgt sich hinter den drei oft kenntnislos verwendeten Begriffen Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik?
Sind sie austauschbar oder gar identisch?