2/2009

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 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

 

Übersicht

 

Editorial

Bilder im Kopf

„Geschichte zerfällt in Bilder, nicht in Geschichten“, schrieb der jüdische Philosoph Walter Benjamin. In der Tat: Wenn wir Vergangenes erinnern, sind es häufig zunächst Fotografien oder fotografierte Einzelmotive, die vor unserem inneren Auge aufscheinen. Die Geschichten entwickeln sich meist aus den Bildern heraus, selten umgekehrt. Diese Feststellung trifft nicht nur auf die individuelle Erinnerung zu. Auch im kollektiven Gedächtnis unseres Landes sind unverwechselbare Bildmotive verankert, mit denen sich zeithistorische Ereignisse – zum Teil untrennbar – verbinden.

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Titel

Bilder im Kopf – Ikonen der Zeitgeschichte

15. August 1961: Zwei Tage nach dem Beginn des Mauerbaus springt der 19-jährige DDR-Bereitschaftspolizist Conrad Schumann an der Bernauer Straße in Berlin über den provisorisch ausgerollten Stacheldraht in den Westen. Der Fotograf Peter Leibing fängt diese Flucht in die Freiheit genau im Augenblick des Sprungs ein und fixiert mit seiner Kamera den Sekundenbruchteil des „Dazwischen“, den Moment des Übertritts von der Diktatur in die Demokratie. Dieses Bild machte Geschichte: In der Bundesrepublik Deutschland galt diese Aufnahme als Symbol des unbedingten Freiheitswillens und zählt bis heute zu den wirkungsvollsten politischen Bildikonen unserer Nation.

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Bonn

Kanzlerbungalow

Pünktlich zum Jubiläumsjahr der Bundesrepublik Deutschland öffnete die Stiftung Haus der Geschichte am 16. April 2009 die Türen des Kanzlerbungalows in Bonn. Bei der Eröffnungsfeier erwies sich das Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler – ganz im Sinne seines Bauherrn Ludwig Erhard – als ein weltoffenes, demokratisches Haus für Begegnung und Austausch. Auf diese Weise spiegelt es das politische Selbstverständnis der jungen Bundesrepublik in den 1960er Jahren wider. Auch 46 Jahre später präsentiert sich der Kanzlerbungalow offen und transparent: Der Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Thomas de Maizière, eröffnete den Kanzlerbungalow und zeigte sich von dem Gebäude beeindruckt. Die unmittelbare Nähe zur Villa Hammerschmidt, dem Palais Schaumburg und dem ehemaligen Kanzleramt habe die politische Transparenz gefördert: „Dass der Kanzlerbungalow in den an den Rhein grenzenden Park eingebettet ist und sich inmitten des Gebäudeensembles zwischen Adenauerallee und Rhein befindet, prägte seine Planung und Nutzung entscheidend.“

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Leipzig

„Leipzig liest“ im Zeitgeschichtlichen Forum

Während der Leipziger Buchmesse 2009 besuchten mehr als 1.400 Literaturliebhaber an drei Tagen Lesungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen im Zeitgeschichtlichen Forum. „Leipzig liest“ hieß das Lesefest der Buchmesse, das zahlreiche Neuerscheinungen des Buchmarktes präsentierte. Die Themenvielfalt reichte von der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR über Politiker- und Sportlerbiografien bis hin zu persönlichen Erinnerungen an historische Ereignisse.

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 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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