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Spaß beiseite. Humor und Politik in Deutschland
„Was darf die Satire?“, fragte Kurt Tucholsky 1919 im Berliner Tageblatt und antwortete schlicht: „Alles.“ Diese Formulierung des berühmten Autors ist legendär, doch der hohe Anspruch erfüllte sich nie. Tucholsky selbst musste es erleben: Verbittert verließ er 1930 Deutschland; 1933 verbrannten die Nationalsozialisten auch seine Bücher.

Schluss mit lustig?
Axtschläge donnerten am Neujahrstag 2010 gegen die Tür von Kurt Westergaard, dem Zeichner einer der „Mohammed-Karikaturen“. Damit gerieten das Leben des dänischen Karikaturisten und ein Grundwert aller liberalen Demokratien in Gefahr: das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Politisches Kabarett heute
Der Freiburger Matthias Deutschmann zählt zu den prominentesten Kabarettisten Deutschlands und hält seit rund 30 Jahren den sich ausbreitenden Comedy-Shows seine eigene Form des politischen Humors entgegen. 2009 war er mit seinem Programm „Die Reise nach Jerusalem“ im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen – und beschäftigte sich darin mit den deutschen Befindlichkeiten.
