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Bonn
(Fast) alles neu
Im Haus der Geschichte in Bonn haben die Umbaumaßnahmen für die Neugestaltung der Dauerausstellung begonnen. Das „museumsmagazin“ sprach mit Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung, über Zielsetzungen, Hintergründe und das Zusatzprogramm für Besucher.

Neu entdeckt
Die Dauerausstellung wird umgebaut: Zum zweiten Mal seit der Eröffnung 1994 findet eine grundlegende und vollständige Neugestaltung mehrerer Ausstellungsebenen statt. Während die erste Überarbeitung 2001 sich vor allem auf die Jahrzehnte seit Mitte der 1970er Jahre konzentrierte, steht nun die Zeit von 1949 bis 1963 im Mittelpunkt. Die Entwicklung Deutschlands seit der Wiedervereinigung 1990 wird vollkommen neu präsentiert.

Ortstermin
Eingebettet in den „Weg der Demokratie“, mitten in Bonns ehemaligem Regierungsviertel und fußläufig vom Haus Geschichte entfernt, befinden sich das Palais Schaumburg, der Kanzlerbungalow und der Sitz des Bundesrats in Bonn mit dem Informationszentrum Föderalismus. Dort fand die Politik der deutschen Nachkriegsgeschichte statt. Besucher erhalten hier Einblicke in die Vergangenheit der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Das rote Telefon
Die Wählscheibe des roten Telefons ist noch heute mit Wachs versiegelt. Und das ist gut so: Hätte General Matwej Burlakow, der Oberkommandierende der sowjetischen Streitkräfte in der DDR, jemals das Siegel gebrochen, wäre vermutlich der Einsatz von Atomwaffen in Europa ausgelöst worden. Das rote Telefon ist eines von rund hundert Exponaten, die jetzt im Informationszentrum der Stiftung Haus der Geschichte zu sehen sind.

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Watergate, die „Spiegel“-Affäre oder Contergan: Skandale sorgen für Aufruhr. Beim diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten unter dem Thema „Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte“ beleuchten Schüler den Zusammenhang zwischen Skandal, Skandalisierung und Gesellschaft. Die Auftaktveranstaltungen am 31. August 2010 im Haus der Geschichte in Bonn und am 6. September im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig gaben Einblick in das Thema und die Wettbewerbsdurchführung.

Hoher Besuch im zeithistorischen Museum
Die Folgen der Wiedervereinigung interessierten Christian Wulff vor allem bei seinem Besuch im Haus der Geschichte. Nach dem offiziellen Antritt an seinem Bonner Dienstsitz, der Villa Hammerschmidt, besichtigte der Bundespräsident das Museum.
