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Editorial
Mit der Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ im „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichstraße, die am 14. September 2011 von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eröffnet wurde, erinnert die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an die Zeit der deutschen Teilung, die SED-Diktatur und die Auswirkungen der Grenze auf den Alltag der Deutschen. Am historisch-authentischen Ort ruft die Stiftung die Bedeutung dieses wichtigsten Grenzübergangs in Berlin vor dem Hintergrund der Willkürherrschaft der SED ins Bewusstsein – anschaulich und mit vielen biografischen Bezügen.
Grußwort von Staatsminister Bernd Neumann

Titel
Abschied und Sehnsucht, Hoffnung und Verzweiflung, Freude und Angst: Vielfältige persönliche Erfahrungen und Emotionen verbinden sich mit dem nur wenige Monate nach dem Mauerbau errichteten Gebäude am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. Die Abfertigungshalle diente der SED-Diktatur von 1962 bis 1990 für die Ausreise aus der DDR nach West-Berlin. Alle Menschen, die an dieser deutsch-deutschen Nahtstelle die DDR verließen, mussten sich hier den Kontrollen unterziehen: Westdeutsche nach Besuchen in der DDR, Ostdeutsche vor Reisen oder der dauerhaften Ausreise in die Bundesrepublik. „Der Ostberliner Volksmund nennt sie den ,Tränenpalast‘, weil sich Familie, Freunde und Verliebte hier trennen müssen“, berichtete das Magazin Stern im Oktober 1982.
Bonn

Eine wahrhaft historische Stunde erlebten die Mitglieder des Parlamentarischen Rates am 23. Mai 1949, als Konrad Adenauer als ihr Präsident das Grundgesetz unterzeichnete und verkündete. Es war die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland. Genau 62 Jahre später fiel etwas von diesem Glanz des Verfassungstages auf die neue Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ im Haus der Geschichte in Bonn, die am 23. Mai 2011 eröffnet wurde.
Leipzig

„Bilder im Kopf. Ikonen der Zeitgeschichte“ gehört zu den gefragtesten Ausstellungen der Stiftung Haus der Geschichte. 2009 erstmals im Bonner Haus der Geschichte präsentiert, ist sie seither als Wanderausstellung in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung erfolgreich unterwegs. Am 16. Juni 2011 wurde sie nun im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig eröffnet. Bis 8. Januar 2012 ist die Ausstellung im Zentrum der Messestadt zu sehen.