1/2002

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Ausstellungen

 

Der King in Deutschland

Elvis Presleys Hinterlassenschaften

Tanzende Teenager, Rock 'n' Roll aus der Musikbox, Eisdielenstimmung - Szenen aus den wilden Fünfzigern? Nein, diese Atmosphäre rufen Ausstellungsstücke im Haus der Geschichte in Erinnerung, die zum Teil erstmals präsentiert werden. Sie stammen aus der Zeit, als Elvis Presley, King of Rock 'n' Roll und Weltstar, seinen Militärdienst in Deutschland absolvierte.

Besucherin mit den Elvis-Exponaten in der Ausstellung

Besucherin mit den Elvis-Exponaten in der Ausstellung

Am 1. Oktober 1958 trifft Elvis als einfacher Soldat in Bremerhaven ein - mit beeindruckender Selbstverständlichkeit hatte er im Gegensatz zu anderen Stars dieser Zeit den Militärdienst akzeptiert. Auch wenn er während seines Aufenthalts einige Privilegien genießt - so wohnt er nicht in der Kaserne, sondern zunächst im Hotel, später in einem angemieteten Haus in Bad Nauheim -, gelten für ihn die sonst üblichen Vorschriften. Auch seine berühmte "Tolle" muss einem militärischen Kurzhaarschnitt weichen. Aus dem Barber-Shop seiner Kaserne in Friedberg stammen die Schere, mit der seine Haare geschnitten wurden, und eine Locke des Stars.

Sein Seesack begleitete den King nicht nur während seiner gesamten Militärzeit in Deutschland. Er spielte auch eine Rolle in dem Elvis- Film "G.I. Blues", der Elvis' Militärdienst zum Thema hat. Nach Beendigung der Dreharbeiten schenken Elvis und sein langjähriger Manager, Tom Parker, dieses Erinnerungsstück dem Regisseur des Films Norman Taurog. Seit dem 8. Januar 2002 ist der "königliche" Seesack Bestandteil der Dauerausstellung des Hauses der Geschichte.

In der Dauerausstellung des Hauses der Geschichte werfen die Exponate zum King of Rock 'n' Roll ein Schlaglicht auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen und die Jugendkultur in der Bundesrepublik. Dazu gehört auch das deutsche Volkslied "Muss i denn zum Städtele hinaus" in der Interpretation von Elvis auf dem Album "Wooden Heart". Die Single erreichte Platz zwei der deutschen Charts - die höchste Platzierung, die ein Elvis-Titel bis dahin in der Bundesrepublik erreicht hatte. Nun tragen die neuen Objekte in der Ausstellung zu einem Mythos bei: "The King is dead, but he's not forgotten".


Hans Joachim Westholt

 
Eine Platte des King of Rock 'n' Rolls

Eine Platte des King of Rock 'n' Rolls

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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