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Das Duell und seine Requisiten
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Vom Studio ins Museum
Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte treffen
ein Bundeskanzler und sein Herausforderer unmittelbar
in zwei Fernsehduellen aufeinander. Die Öffentlichkeit
diskutiert heftig die Wirkung der beiden Sendungen.
Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF, spricht von
einem "bestimmenden Element des Bundestagswahlkampfes".
Die beteiligten Sender ARD, ZDF, RTL und Sat 1 sind
sich mit dem Haus der Geschichte über die medien-
und politikhistorische Bedeutung der Duelle einig.
Die visuell aussagekräftigen Teile der Studiodekoration
- vor allem Pulte und TV-Logo - gehören in die
Sammlungen des zeithistorischen Museums der Bundesrepublik
Deutschland. Am 4. Oktober übergeben Hans Mahr,
Informationsdirektor von RTL, und Hartman von der
Tann, Chefredakteur der ARD, Teile der Studiodekoration
der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn.
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"Ich bin sicher, dass wir mit diesen Duellen eine neue
Tradition im Wahlkampf begründet haben", erläutert
von der Tann die historische Bedeutung der Objekte
bei der Übergabe. Hans Mahr geht noch weiter:
"Wir haben nicht nur Fernsehgeschichte, sondern deutsche
Geschichte geschrieben und Werbung für die politische
Diskussion gemacht." Interessante Details über
den Ablauf des Duells geben die beiden Moderatoren
Peter Kloeppel von RTL und Peter Limbourg von N24.
Nichts sei dem Zufall überlassen worden. Selbst
die Höhe der verstellbaren Pulte sei mit dem
Zollstock akribisch ausgemessen worden. Der Chefredakteur
des Bonner General Anzeigers, Joachim Westhoff, befragt
an diesem Tag die Fernsehleute, die nun selbst hinter
den Pulten stehen.
Das Haus der Geschichte hat mit der aktuellen Übernahme
der Studioeinrichtung erneut sein Sammlungskonzept
umgesetzt, Objekte direkt nach der aktuellen Nutzung
für museale Zwecke zu sichern. Dieses Sammlungskonzept
ist ein Markenzeichen des zeithistorischen Museums.
Es stellt sicher, dass zeithistorisch bedeutende Objekte
nicht entsorgt, sondern an die nächsten Generationen
überliefert werden. Wenn z. B. bei einem späteren
TV-Duell die Frage gestellt wird, wann das erste stattfand
und welche Gegenstände dieses Ereignis aussagekräftig
belegen, wird sich dieses präventive Sammlungskonzept
rechtfertigen.
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Es bleibt also abschließend nur die Frage, wo die Studioeinrichtung
der ersten "Elefantenrunde" von der Bundestagswahl
1976 ist, als sich Helmut Schmidt, Franz-Josef Strauß,
Helmut Kohl und Hans Dietrich Genscher vier Stunden
lang im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auseinandersetzen.
Keiner weiß es - vielleicht, weil es damals noch kein
Haus der Geschichte gab.
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Nach dem Schlagabtausch - die Rednerpulte werden dem Haus der Geschichte übergeben. |
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AV-Medien zur Zeitgeschichte
Am 25. August 2002 stellen sich Gerhard Schröder
und Edmund Stoiber den Fragen von RTL Anchorman
Peter Kloeppel und
N24-Chefredakteur Peter Limbourg. Sabine
Christiansen (ARD) und Maybritt Illner (ZDF)
moderieren am 8. September 2002 den
zweiten Schlagabtausch.
Im Informationszentrum des Hauses der
Geschichte sind beide TV-Duelle in voller
Länge zu sehen. Die Mediathek des Informationszentrums
bietet ein reichhaltiges Angebot
an AV-Medien zur deutschen Zeitgeschichte.
Sie sind in Medien-Carrels abspielbar. Das
Informationszentrum ist Dienstag bis Freitag von 9
bis 17 Uhr geöffnet.
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