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Brennpunkt |
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Eine Idee nimmt Gestalt an
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Startschuss für das Haus der Geschichte |
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Vor 20 Jahren, am
13. Oktober 1982, regt
Bundeskanzler Helmut Kohl in
seiner ersten Regierungserklärung
vor dem Deutschen Bundestag
die Einrichtung eines Hauses
der Geschichte an, das die
"Besinnung auf die deutsche
Geschichte" fördern soll.
Ein neuartiges Museumskonzept
entsteht.
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Erste Architektenskizzen lassen schon die Gestalt des Museumsbaus erkennen. |
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Bereits am 13. Januar 1983 findet zur Klärung
der inhaltlichen Aspekte eine Besprechung mit den
Bundesressorts statt, bei der die Bildung einer Sachverständigenkommission
sowie die Einsetzung einer interministeriellen Arbeitsgruppe
beschlossen wurde. Im darauf folgenden Frühjahr
beauftragt der Bundesminister des Innern eine Gutachterkommission
mit der Erarbeitung einer wissenschaftlichen Konzeption
zur Verwirklichung dieses Projekts. Der Kommission
gehören die Professoren Dr. Lothar Gall, Dr.
Klaus Hildebrand, Dr. Horst Möller sowie der
Direktor des Landesmuseums Koblenz, Dr. Ulrich Löber,
an.
Eine erste Fassung des Konzepts erörtert Helmut
Kohl mit renommierten Fachleuten in einem ausführlichen
Gespräch. Die daraus entstandenen Anregungen
und Ergänzungsvorschläge sind in dem Gutachten
"Überlegungen und Vorschläge zur Errichtung
eines Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
in Bonn" berücksichtigt, die der Parlamentarische
Staatssekretär Horst Waffenschmidt bereits am
15. November 1983 in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit
vorstellt.
Besonderes Augenmerk hatte die Kommission darauf gelenkt,
die Ausstellung "präsent und anschaulich zu machen
und den Besucher nicht nur mit vergangener Politik,
sondern stets zugleich auch mit vergangener Lebenswelt
zu konfrontieren" - ein Maßstab, an dem alle Präsentationen
des Hauses der Geschichte bis heute gemessen werden.
Die Ausstellungsstruktur legte fest, einen chronologisch
gegliederten Zeitablauf durch die politische Geschichte
seit 1945 als Orientierungsschiene zu verwenden, ihn
jedoch durch spezielle und intensiv behandelte Themen
zu ergänzen. Dabei war die Struktur möglichst
offen für ständig erforderliche Überarbeitungen
zu halten.
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Die weit in den politischen Raum hineingetragene
Konzeption führt in den Folgejahren zu anregenden
und fruchtbaren Diskussionen. In den Medien, unter
Historikern und Museologen entbrennt ein lebhafter
Meinungsstreit über das neuartige Museumskonzept.
Die internationale Anerkennung und die Besucherzahlen
seit Bestehen des Hauses bestätigen jedoch,
dass das Konzept von 1983 tragfähig und mit steigendem
Erfolg verwirklicht wurde.
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Beratungen des Wissenschaftlichen Beirats, v. l. n. r. Ulrich Löber, Klaus Hildebrand, Hans-Peter
Schwarz, Horst Möller und Lothar Gall |
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Aus der Regierungserklärung
vom 13. Oktober 1982:
"Wir wollen darauf hinwirken,
dass in der Bundeshauptstadt
Bonn eine Sammlung zur deutschen
Geschichte seit 1945
entsteht, gewidmet der
Geschichte unseres Staates und
der geteilten Nation."
Am 31. Oktober 1984
erklärt der Bundesminister
des Innern im Deutschen
Bundestag:
"Aufgabe eines solchen Hauses
der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland
muss es sein, das Verständnis
für die Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland,
die für die Mehrheit
der Bevölkerung bereits die
eigene erlebte Vergangenheit
darstellt, zu fördern."
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