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Ein Museum für den Frieden
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Das Mémorial in Caen |
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Am 21. März 2002 war es so weit: 500 Kinder - Hoffnungsträger weltweit - waren dabei,
als die Bürgermeisterin, den neuen Ausstellungsbau im Mémorial in Caen einweihte. Seit
1988 widmet sich das Haus seinem Ziel, ein "Museum für den Frieden" zu sein.
Weite, die ehrfürchtige Neugier hervorruft - so eingestimmt nähert sich der Besucher
dem Mémorial. Durch einen Öffnungsspalt in der 70 Meter langen Außenwand aus weißem
Kalkstein betritt er die große, lichtdurchflutete Eingangshalle, die zum staunenden
Innehalten einlädt. Authentische Objekte, Fotos, Plakate, Dokumente und Videos lassen
die Zeit von 1918 bis in die Gegenwart lebendig werden. Seit März 2002 erweitern die
Themen "Die Welt des Kalten Kriegs" und "Eine Welt für den Frieden" die Präsentation.
Ein Museum, das Krieg und Frieden gleichermaßen präsentiert,
ausgerechnet an jener Stelle zu errichten, an der
die deutsche Wehrmacht im Juli 1944 bei den Kämpfen
in der Normandie ihren Befehlsstand errichtet hatte,
zeugt von bedingungsloser Entschlossenheit zum Frieden.
Nur so ist zu erklären, dass das Mémorial in Caen
entstand - in einer Stadt, die nach der Landung der
Alliierten zur Befreiung Europas zu drei Vierteln
in Trümmern lag. Anliegen des Museums ist es, unmittelbares
Erinnern an die Schrecken des Kriegs, aber auch Visionen
von einem friedlichen Miteinander der Völker zu vermitteln
und den Einsatz dafür immer wieder zu bekräftigen.
Erinnerung ist wichtig, denn - so Patricia Canino,
Mitarbeiterin am Mémorial: "Wie soll man eine Zukunft
erbauen, wenn man nicht weiß, woher man kommt?" |
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Eine der beeindruckendsten Stationen der Ausstellung
konfrontiert den Besucher mit der Schlacht um die
Normandie. Zeitdokumente und meist unveröffentlichtes
Bildmaterial begleiten die Ereignisse vom 8. Juli
bis 16. September 1944. Auf zwei Leinwänden wird das
Leben der Zivilbevölkerung dem der Soldaten während
der Schlacht gegenübergestellt. Weltweit einmalig
und in ihrer Schlichtheit höchst wirkungsvoll ist
die Ausstellung, die den Friedensnobelpreisträgern
gewidmet ist. Hier erhält der Besucher einen Einblick
in das Wirken von Männern und Frauen, die oft in aller
Bescheidenheit, manchmal um den Preis ihres Lebens,
für den Frieden gekämpft haben. |
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Multimedial und interaktiv inszeniert - der Kalte Krieg |
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Das Mémorial in Caen ist eine der fünf europäischen
Einrichtungen, mit denen das Haus der Geschichte eine
umfassende Internetpräsentation von Orten erarbeitet
hat, an denen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich,
Spanien und Italien der Schlachten des Ersten und
Zweiten Weltkriegs sowie des Spanischen Bürgerkriegs
gedacht wird. Eine weitere internationale Kooperation,
die das Mémorial und das Haus der Geschichte verbindet,
ist die virtuelle Ausstellung "Die Farbe der Tränen",
die den Ersten Weltkrieg aus Sicht von Künstlern zeigt.
Das beeindruckende, zeitgemäß gestaltete Museum, das auch als Veranstaltungsort von internationalen Konferenzen dient, haben seit der Eröffnung 1988 bereits mehr als fünf Millionen Menschen besucht.
Axel de Maupeou, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit,
zur künftigen Zusammenarbeit:
"Möglichkeiten zur Kooperation
sehe ich vor allem auf dem Gebiet der 'Erinnerung'
und 'Versöhnung'. 2004 gedenken wir des 60. Jahrestags
der Landung der Alliierten in der Normandie. Wir sind
auf der Suche nach Dokumenten, die sich noch unveröffentlicht
in Privatbesitz befinden und vor allem das Schicksal
der meist jungen Soldaten beleuchten. Wenn mit Hilfe
des Hauses der Geschichte auch eine offizielle deutsche
Teilnahme an den Feierlichkeiten angeregt würde, wäre
dies für uns ein Anlass zur Freude. Die Entscheidung
aber liegt in den Händen der Politiker."
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Informationen |
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Gründung: |
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1988 |
Schwerpunkte: |
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II. Weltkrieg, Kämpfe in der Normandie 1944 |
Service: |
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Bibliothek, Museumsshop,
Restaurant und Kinderbetreuungsservice |
Öffnungszeiten: |
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9 bis 18 Uhr im Winter,
9 bis 20 Uhr im Sommer |
Telefon: |
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+33 2 31 06 06 44 |
Fax: |
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+33 2 1 06 01 66 |
Internet: |
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www.memorial-caen.fr |
E-Mail: |
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contact@memorial-caen.fr |
Lage: |
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> Informationen zum Projekt "Die Farbe der Tränen" unter:
www.hdg.de virtuelle Ausstellungen / Die Farbe der Tränen und
www.art-ww1.com/index.html |
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