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Ausstellungen |
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Ein Erfolg in Ost und West
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Wanderausstellung "Widerstand und Opposition in der DDR" |
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Vor einem Jahr ging die
Ausstellung "Widerstand und
Opposition in der DDR"
auf Wanderschaft. In zehn
Städten in zwölf Monaten
hatte sie mehr als fünfzigtausend
Besucher. Nun
ist ihre Reise beendet.
Konzipiert wurde sie vom
Zeitgeschichtlichen Forum
Leipzig, logistisch betreut
vom Haus der Geschichte
und umgesetzt von den
Ausstellungsgestaltern
Würth & Winderoll.
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Plakat zur Wanderausstellung
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Rund 500 Exponate gingen 2003 mit der
Wanderausstellung "Widerstand und Opposition
in der DDR" auf eine Reise durch die
Bundesrepublik. Die Ausstellung wurde vom
Gestalterbüro Würth & Winderoll in München
entworfen, die bereits für das Haus der
Geschichte in Bonn die Dauerausstellung und
einige Wechselausstellungen realisierten. Anhand
vieler eindrucksvoller Beispiele von Mut
und Zivilcourage zeigte die Ausstellung den
politischen Widerstand gegen das kommunistische
System. Zahlreiche Lebensläufe von
Menschen, die in die Mühlen der Staatssicherheit
und Justiz gerieten, verdeutlichten die Repressionen
des SED-Regimes. "Uns kam es
darauf an, die Menschen zu zeigen, die hinter
der Geschichte stehen. Deshalb werden die
Lebensläufe und Fotos der Oppositionellen in
der DDR innerhalb der Ausstellungsszenarien
hervorgehoben präsentiert", erklärte Petra
Winderoll, die mit ihrem Team ein dreiviertel
Jahr die Ausstellung gestaltete.
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Schlüsseldaten der Ausstellung waren der
17. Juni 1953 und die friedliche Revolution im
Herbst 1989. Wie der 17. Juni das Denken und
Handeln der Politiker in Ost und West für lange
Zeit bestimmte, verdeutlichte Egon Bahr bei
der Eröffnung in Hamburg, indem er ein Politbüro-
Mitglied mit den Worten zitierte: "Die
Lehre aus dem 17. Juni ist: Wenn der Druck im
Kessel steigt, darf man nicht den Deckel hochnehmen.
Sonst fliegt er einem um die Ohren."
Die Folge war eine repressive Politik nach innen.
Und auf der anderen Seite? "Der Westen
stand mit geballten Fäusten, aber ohnmächtig
an der Sektorengrenze. Unsere Hilfe reduzierte
sich im Wesentlichen auf die Erbitterung
und auf den berechtigten Protest", so Bahr.
Nicht nur 1953, auch die friedliche Revolution
von 1989 thematisierte die Ausstellung.
Sie erinnerte auch an die Auflehnung
vieler Sozialdemokraten gegen die Zwangsvereinigung
ihrer Partei mit der KPD zur SED,
den frühen Protest der bürgerlichen Parteien,
den Widerstand von Schülern und Studenten gegen
die Sowjetisierung ihrer Schulen und Universitäten,
die Reaktionen auf den Mauerbau, die
Solidarität mit dem "Prager Frühling", die
Ausbürgerung Wolf Biermanns bis hin zu den
Aktionen gegen Wahlfälschungen im Mai
1989.
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Welche bestimmende Rolle dieser Widerstand
für die gesamtdeutsche Geschichte spielte,
verdeutlichte vor einem Jahr Egon Bahr in
seiner Rede: "Ohne die Ostdeutschen wäre weder
der 17. Juni 53 noch der 9. November 89
zustande gekommen. Der kleinere Teil, der bedrängtere
Teil hat für das Ganze Geschichte
geschrieben."
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Ein Höhepunkt der Reise: Eröffnung der Ausstellung im Berliner Reichstag
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Anne Martin
> Interview
mit den Ausstellungsgestaltern Würth & Winderoll
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