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Wenn es im Ministerium der Verteidigung
schnell gehen muss, ist er der richtige Mann:
Nach dem Frieden von Dayton war Carl
Hubertus von Butler 1996 Stabschef der
deutschen Truppen in Bosnien. Und als die
Bundeswehr sich Ende 2001 der Internationalen
Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) anschloss,
übernahm er das Kommando des
deutschen Kontingents in Kabul. Hier war von
Butler sechs Monate lang für den Aufbau der
1200 Mann starken Einheit in der weitgehend
zerstörten Stadt verantwortlich. Der Kommandeur
der Oldenburger Luftlandebrigade 31 galt
als ideale Besetzung für die heikle Mission am
Hindukusch.
Überschattet wurde von Butlers Zeit in
Kabul von einem tragischen Unglück: Eine
russische Rakete explodierte, als sie entschärft
werden sollte. Drei Dänen und zwei Deutsche
starben. Eine Untersuchungskommission stellte
Schludrigkeiten der Soldaten und Verstöße
gegen Sicherheitsvorschriften fest.
Dass es ungleich leichter ist, ein Land
von einer Diktatur zu befreien, als dort für stabile
Verhältnisse zu sorgen, hat von Butler in
einem Vortrag im Haus der Geschichte geschildert:
"Wenn wir da morgen rausgehen,
geht es übermorgen wieder los." Am Ende
seines Kommandos haben ihm sein Dolmetscher
und der Kabuler Polizeipräsident ein
afghanisches Teeservice und ein landestypisches
Schachspiel aus Marmor überreicht.
Geschenke, die der General nun zusammen
mit seiner Einsatzuniform dem Haus der
Geschichte übergab. Sie sind Belege für die
globale Ausdehnung der Bundeswehreinsätze
und die strategische Neuausrichtung der deutschen
Außenpolitik in den letzten Jahren.
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