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Seine Form ist immer gleich,
sofern er gelingt. Doch die
Zutaten, aus denen er besteht,
sind so verschieden
wie die Geschmäcker. Den
Knödel gibt es in unzähligen
Varianten, vor allem in
Böhmen. Hier findet sich
auch ein Rezept, das ihn von
der Beilage zur Hauptspeise
erhebt - ein süßes Erlebnis.
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Das Herzstück von Tschechien ist Böhmen,
ein waldreiches Gebiet, das vom Fichtel- und
Erzgebirge sowie vom Riesengebirge umrandet
wird. Wer an Böhmen und dabei an Kulinarisches
denkt, wird dampfende Teller mit
deftiger Kost - und natürlich Knödel vor seinem
geistigen Auge auftauchen sehen. Und in
der Tat: Wer Knödel, knedliky, mag, ist hier im
Schlaraffenland. Es gibt wohl keine Region auf
dieser Welt, wo das Thema "Knödel" in so vielen
und so leckeren Varianten zelebriert wird.
Allenfalls Österreich kann hier noch mithalten.
Es gibt sie aus Semmeln, Kartoffeln oder
Grieß, mit Hefe, Fleisch, Leber oder Speck.
Und es gibt sie vor allem auch süß - eine Knödel-Variante,
der man ein Leben lang verfallen
kann. Sicher: das ist keine leichte Kost.
Aber wie hat ein Konditor so treffend formuliert:
Süßspeisen machen nicht dick - sie formen
nur!
Zubereitung:
Die Butter auf Zimmertemperatur
erwärmen und
in einer Schüssel mit dem
Handrührgerät (mittlere bis
schnelle Stufe) zusammen mit
dem Zucker und den Eiern
schaumig rühren, d. h. so
lange, bis sich alles gut
miteinander verbunden und
die Masse eine weißlich und
leicht schaumige Konsistenz
bekommen hat. Das dauert
etwa fünf Minuten. Dann den
Quark, die Milch und das
Salz dazugeben und das Mehl
einsieben. Dabei ständig mit
dem Rührgerät, das nun auf
eine etwas langsamere Stufe
geschaltet wird, weiter rühren,
bis sich alles zu einer homogenen
Teigmasse
geworden ist. Den Teig in
der abgedeckten Schüssel im
Kühlschrank eine halbe
Stunde ruhen
lassen.
Auf einem mit Mehl bestäubtem
Brett wird dann aus
dem Teig eine Teigrolle von
etwa fünf Zentimetern Durchmesser
geformt. Von dieser
Rolle werden Scheiben von
rund drei Zentimetern Dicke
abgeschnitten. Diese mit dem
Handballen etwas flach drücken,
so dass eine runde Teigplatte
entsteht. Auf deren
Mitte wird nun ein Obststück
gelegt (z. B. Pflaume, Aprikose,
Mirabelle), um dieses
der Teig geschlagen und - als
wollte man einen Schneeball
formen - eine Kugel gedreht.
Dabei ist darauf zu achten,
dass die Größe der Teigplatte
sich an der Größe des verwendeten
Obstes orientiert.
Mit der Dicke der Teigplatte
wird bestimmt, welches Obst-Teig-Verhältnis der spätere
Knödel haben soll.
Nun werden die Knödel in
leicht gesalzenes und leicht
sprudelndes (nicht heftig
kochendes) Wasser gelegt und
nach sechs Minuten Kochzeit
mit einer Siebkelle herausgenommen.
Die Knödel abtropfen
lassen und auf Tellern
anrichten. Die Knödel können
mit in Butter gerösteten
Semmelbröseln, mit Puderzucker
oder Mohnsamen bestreut
werden. Auf jeden Fall
gehört ein Obstkompott oder
aber Vanillesoße dazu.
Hans-Albert Stechl
Zutaten
300 g Quark (Halbfettstufe),
700 g Mehl, 0,2 Liter Milch,
3 Eier, 100 g Zucker, 100 g
Butter, 1 Prise Salz.
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