1/2004

   Sitemap Kontakt Impressum

 Inhalt

 Übersicht                                 
 Titel                                            
 Ausstellungen                        
 Infothek                                    
 Brennpunkt                             
 Zeitgeschichtliches
 Forum Leipzig                         
 Das Historische Rezept           
 Rund und süß
                       
 Editorial 1/2004                       
 Termine 1/2004                      
 Archiv                
 Impressum 1/2004                
 Kontakt                
                       
                                        

 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

 

Das Historische Rezept

 

Rund und süß

Quarkknödel mit Obst

Seine Form ist immer gleich, sofern er gelingt. Doch die Zutaten, aus denen er besteht, sind so verschieden wie die Geschmäcker. Den Knödel gibt es in unzähligen Varianten, vor allem in Böhmen. Hier findet sich auch ein Rezept, das ihn von der Beilage zur Hauptspeise erhebt - ein süßes Erlebnis.

Russischer Borschtsch

Das Herzstück von Tschechien ist Böhmen, ein waldreiches Gebiet, das vom Fichtel- und Erzgebirge sowie vom Riesengebirge umrandet wird. Wer an Böhmen und dabei an Kulinarisches denkt, wird dampfende Teller mit deftiger Kost - und natürlich Knödel vor seinem geistigen Auge auftauchen sehen. Und in der Tat: Wer Knödel, knedliky, mag, ist hier im Schlaraffenland. Es gibt wohl keine Region auf dieser Welt, wo das Thema "Knödel" in so vielen und so leckeren Varianten zelebriert wird. Allenfalls Österreich kann hier noch mithalten. Es gibt sie aus Semmeln, Kartoffeln oder Grieß, mit Hefe, Fleisch, Leber oder Speck. Und es gibt sie vor allem auch süß - eine Knödel-Variante, der man ein Leben lang verfallen kann. Sicher: das ist keine leichte Kost. Aber wie hat ein Konditor so treffend formuliert: Süßspeisen machen nicht dick - sie formen nur!

Zubereitung:
Die Butter auf Zimmertemperatur erwärmen und in einer Schüssel mit dem Handrührgerät (mittlere bis schnelle Stufe) zusammen mit dem Zucker und den Eiern schaumig rühren, d. h. so lange, bis sich alles gut miteinander verbunden und die Masse eine weißlich und leicht schaumige Konsistenz bekommen hat. Das dauert etwa fünf Minuten. Dann den Quark, die Milch und das Salz dazugeben und das Mehl einsieben. Dabei ständig mit dem Rührgerät, das nun auf eine etwas langsamere Stufe geschaltet wird, weiter rühren, bis sich alles zu einer homogenen Teigmasse geworden ist. Den Teig in der abgedeckten Schüssel im Kühlschrank eine halbe Stunde ruhen lassen.

Auf einem mit Mehl bestäubtem Brett wird dann aus dem Teig eine Teigrolle von etwa fünf Zentimetern Durchmesser geformt. Von dieser Rolle werden Scheiben von rund drei Zentimetern Dicke abgeschnitten. Diese mit dem Handballen etwas flach drücken, so dass eine runde Teigplatte entsteht. Auf deren Mitte wird nun ein Obststück gelegt (z. B. Pflaume, Aprikose, Mirabelle), um dieses der Teig geschlagen und - als wollte man einen Schneeball formen - eine Kugel gedreht. Dabei ist darauf zu achten, dass die Größe der Teigplatte sich an der Größe des verwendeten Obstes orientiert. Mit der Dicke der Teigplatte wird bestimmt, welches Obst-Teig-Verhältnis der spätere Knödel haben soll.

Nun werden die Knödel in leicht gesalzenes und leicht sprudelndes (nicht heftig kochendes) Wasser gelegt und nach sechs Minuten Kochzeit mit einer Siebkelle herausgenommen. Die Knödel abtropfen lassen und auf Tellern anrichten. Die Knödel können mit in Butter gerösteten Semmelbröseln, mit Puderzucker oder Mohnsamen bestreut werden. Auf jeden Fall gehört ein Obstkompott oder aber Vanillesoße dazu.

Hans-Albert Stechl

Zutaten
300 g Quark (Halbfettstufe), 700 g Mehl, 0,2 Liter Milch, 3 Eier, 100 g Zucker,
100 g Butter, 1 Prise Salz.

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

zum Seitenanfang