Wer kennt nicht das "Goldene
Prag", den "braven Soldaten
Schwejk" und die Schönheit der
Hohen Tatra? Jenseits dieser
Klischees gibt es durch geografische
Nähe, Geschichte und
gemeinsame kulturelle Wurzeln
zahlreiche Berührungs punkte
zwischen Deutschen, Tschechen
und Slowaken, wie die neue
Ausstellung "Nähe und Ferne"
im Zeitgeschichtlichen Forum
in Leipzig zeigt.
Anfang der 1960er Jahre beginnt
in der CSSR die "neue Welle des
tschechoslowakischen Films".
Am Ende dieses Jahrzehnts existiert
eine lebendige, innovative
und international stark beachtete
Filmszene, die mit Regisseuren
wie Jiri Menzel, Vera Chytilova
und Milos Forman Weltruhm
erlangt.
Von 1981 bis 1986 war Wolfgang
Scheur als Kulturreferent an
der Botschaft der Bundesrepublik
Deutschland in Prag tätig. Schon
frühzeitig hatte er dienstlich und
privat Kontakte zu
Unterzeichnern der Charta 77
und Bürgerrechtlern geknüpft.