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Drei Zaubernüsse und eine Revolution
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Filme und Fernsehserien aus der ČSSR |
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Anfang der 1960er Jahre beginnt in der ČSSR die
"neue Welle des tschecho-slowakischen Films". Am Ende dieses
Jahrzehnts existiert eine lebendige, innovative und international
stark beachtete Filmszene, die mit Regisseuren wie Jiří Menzel,
Vĕra Chytilová und Milos Forman Weltruhm erlangt.
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Die gewaltsame Niederschlagung des
"Prager Frühlings" bedeutet das vorläufige
Ende der künstlerischen Freiheiten in der Tschechoslowakei.
Viele Regisseure und Drehbuchautoren ziehen
sich in die wenigen Nischen zurück, die ihnen
bleiben. Kinderfilme bieten sich als ein Ausweg an,
der Zensur zu entkommen und weiterhin einigermaßen
ungestört zu arbeiten.
Drehbücher müssen zwar den Zensurbehörden vorgelegt werden,
aber "es war ja nur für Kinder". Selten gibt es Eingriffe
in die Arbeit. "Vielleicht gab es bei uns deshalb so viele
Märchenfilme", sagt Václav Vorlíček, der Regisseur von "Drei
Haselnüsse für Aschenbrödel". Eine große Anzahl renommierter
Regisseure und Drehbuchautoren widmen sich Märchen- und Kinderfilmen
und revolutionieren das Genre geradezu. Die tschechischen
Kinderfilme aus den 1970er Jahren gelten deshalb mit ihrem
hohen Produktionsstandard noch heute als beste Märchenfilme
weltweit.
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... die Guten ins Töpfchen,
die Schlechten ins Kröpfchen: Der Schuh ist nicht zu klein, den
sich 1973 der Regisseur Vorlíček angezogen hat. |
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"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", eine Koproduktion
der ostdeutschen DEFA und dem Prager Filmstudio Barrandov
aus dem Jahre 1973 ist einer der beliebtesten und bekanntesten
Märchenfilme und wird noch heute jedes Jahr wenigstens einmal
sowohl im deutschen als auch im tschechischen Fernsehen gezeigt.
Der Film erfreut sich nicht nur einer ungeheuren
Popularität beim Publikum, auch Kritiker und Filmtheoretiker
heben die emanzipierte und selbstbewusste Hauptfigur als beispielhaft
hervor. Sogar eine eigene umfangreiche Homepage hat ihm ein
Fan liebevoll gewidmet!
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Ebenso populär sind Fernsehserien aus der Tschechoslowakei
in der Bundesrepublik und der DDR in
den 1970er und 1980er Jahren. "Das Krankenhaus
am Rande der Stadt" und "Die Frau hinter dem Ladentisch"
sind wohl die bekanntesten, wenn auch
nicht die einzigen Serien, die den Weg von Prag nach
Deutschland finden. Die Serie um das Kreisspital im
fiktiven Städtchen Bor wird in einundzwanzig Ländern
ausgestrahlt, und je eine Romanversion liegt auf
Deutsch sowohl in der DDR (1987) als auch in der
Bundesrepublik (1985) vor. Mittlerweile ist im tschechischen
Fernsehen sogar eine Fortsetzung unter dem
Titel "Das Krankenhaus am Rande der Stadt nach
zwanzig Jahren" angelaufen, die an die alte Serie anknüpft.
Daniel Weißbrodt
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> www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de |
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