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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig           
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 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

 

Let's rock!

Ausstellungseröffnung in Leipzig

Die Prinzen, Mitglieder der Rockband Silly sowie der 5. Beatle, Klaus Voormann, sorgten am 16. Dezember für ein hochkarätiges Programm und ein begeistertes Publikum bei der Eröffnung der Ausstellung "Rock! Jugend und Musik in Deutschland". Die Ausstellung ist noch bis Mitte April in Leipzig zu sehen, danach wird sie bis Oktober in Bonn präsentiert.

Ausstellungen zum Wechselverhältnis von populärer Musik und Zeitgeschichte haben in der Stiftung Haus der Geschichte bereits eine eigene Tradition. Nach den Präsentationen zu Elvis Presley und Udo Lindenberg wurde am 16. Dezember 2005 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig mit "Rock! Jugend und Musik in Deutschland" erstmals eine Überblicksausstellung über dieses ebenso weite wie bunte Themenfeld eröffnet. Dass die gemeinsamen Veranstalter der Ausstellung - die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und die Bundeszentrale für politische Bildung - damit zugleich den Nerv eines breiten Publikums getroffen haben, zeigte bereits der große Besucherandrang am Eröffnungsabend.

In seiner Begrüßungsansprache hob der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums, Rainer Eckert, aber auch hervor, dass es bei dieser Ausstellung nicht nur um die Geschichte der Rockmusik allein, sondern zugleich um ihre Einbettung in die Jugendkultur wie in die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Zeit geht. Dass diese für die Entfaltung jugendlicher Wünsche und (Musik-)Interessen in Ost und West ganz unterschiedliche Voraussetzungen schufen, machten Hermann Schäfer, Stiftungspräsident des Hauses der Geschichte, und Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, in ihrem Eröffnungsdialog deutlich.

Moderiert von Evelyn Fischer, Moderatorin der MDR-Kulturmagazins "artour" und Professorin für Chanson an der Musikhochschule Leipzig, berichteten sie als Vertreter zweier Generationen, der eine im Westen, der andere im Osten Deutschlands geboren, über ihre unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Prägungen. Zugleich wurden in dem vergnüglichen Gespräch auch viele Parallelen und Gemeinsamkeiten deutlich, verband sich doch für jeden von beiden mit der Bestimmung ihrer musikalischen Vorlieben als Jugendliche - bei Hermann Schäfer anfangs der Rock 'n' Roll, bei Thomas Krüger der Hard Rock - auch eine bewusste Abgrenzung vom Musikgeschmack ihrer Eltern. Heute verbindet beide durchaus eine gemeinsame Zuneigung zum Jazz.

 
 

Beats und Lebensgefühl eines halben Jahrhunderts Rockgeschichte - Ausstellungsimpressionen

 

Musikalischer Höhepunkt der Ausstellungseröffnung war der Auftritt der Prinzen, eine der erfolgreichsten Popgruppe der Bundesrepublik. In Leipzig aufgewachsen und musikalisch geprägt zwischen Bach und Beat, eroberten sie mit ihrem besonderen A-Capella-Sound nach 1990 das Publikum in ganz Deutschland.

Heimspiel der Leipziger Band "Die Prinzen"

Unter den Gästen des Abends weilten mit Klaus Voormann, dem legendären 5. Beatle, und Mitgliedern der Gruppe Silly weitere Musiker, die in West und Ost Rockgeschichte mitgeschrieben haben. Und da manüber Rockmusik bekanntlich nicht nur reden soll, wurde bis weit in die Nacht hinein gemeinsam getanzt und gefeiert.

Bernd Lindner

 
 

Evelyn Fischer und Thomas Krüger, Klaus Voormann und Sebastian Krumbiegel sowie Mitglieder der Band "Silly" (Fotos von oben nach unten)

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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