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27 Mitgliedstaaten mit über
480 Millionen Einwohnern
bilden heute die Europäische
Union (EU). Mit der Unterzeichnung
der Römischen
Verträge vor 50 Jahren – am
25. März 1957 – wurde
die Staatengemeinschaft
gegründet.
Die Regierungen Belgiens, der Bundesrepublik
Deutschland, Frankreichs, Italiens,
Luxemburgs und der Niederlande schufen auf
diese Weise eine Europäische Atomgemeinschaft
(Euratom) zur Koordinierung und friedlichen
Nutzung der Kernforschung sowie eine
Europäische Wirtschafts- gemeinschaft (EWG).
„IN DEM FESTEN WILLEN, die Grundlagen
für einen immer engeren Zusammenschluss
der europäischen Völker zu schaffen, ENTSCHLOSSEN,
durch gemeinsames Handeln den
wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer
Länder zu sichern, indem sie die Europa trennenden
Schranken beseitigen“, – so die Präambel
des Vertrages zur Gründung der EWG
– markieren die Römischen Verträge einen
Meilenstein der europäischen Integration.
Die Entstehung der heutigen EU war eine
Folge des Zweiten Weltkrieges und des Kalten
Krieges. Das europäische Einigungswerk sollte
verhindern, dass Europa jemals wieder von
Krieg und Zerstörung heimgesucht wird.
Es war das erklärte Ziel der EWG, einen
europäischen Binnenmarkt und eine gemeinsame
Wirtschaftspolitik zu errichten. Für die
Zukunft erstrebte man eine europäische Währungsunion,
die eine gemeinsame Währung
oder zumindest fixierte Wechselkurse zur
Grundlage haben sollte.
Die anstehenden Aufgaben waren vielfältig,
so dass eine Organisationsstruktur festgelegt
werden musste. Das „Europäische Parlament“
sollte aus entsandten Vertretern nationaler
Parlamente bestehen. Entscheidendes Organ
wurde der „Rat“, der sich aus Regierungsvertretern
der Mitgliedstaaten zusammensetzte.
Als geschäftsführendes Organ sollte die EWGKommission
mit Sitz in Brüssel für die Durchführung
des Vertrages und der Ratsbeschlüsse
Sorge tragen.
Heute behandelt die EU Themenkomplexe,
die weit über die anfänglichen Schwerpunkte
„Handel und Wirtschaft“ hinausgehen. Seit
dem 1. Januar 2007 hat die Bundesrepublik
Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft für
ein halbes Jahr übernommen. Ein Höhepunkt
der deutschen Präsidentschaft wird die Feier
aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung
der Römischen Verträge am 25. März
2007 sein.
Ulrike Zander
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Bei der Unterzeichnung der
Römischen Verträge auf
dem Kapitol in Rom 1957:
Bundeskanzler Konrad Adenauer
(vordere Reihe, 5. v. l.), rechts
neben ihm Staatssekretär
Walter Hallstein
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