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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig     
 "Flucht, Vertreibung,
 Integration"
Berlin        
Karikatur                       
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 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

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Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

 

„Flucht, Vertreibung, Integration“

Großer Erfolg auch in Leipzig

Nach den aufmerksamkeitsstarken Präsentationen der Wechselausstellung „Flucht, Vertreibung, Integration“ im Haus der Geschichte in Bonn und im Deutschen Historischen Museum in Berlin wurde die Ausstellung am 30. November 2006 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig eröffnet.

Die Ausstellung bettet das Geschehen von Flucht und Vertreibung in den historischen Kontext des „Jahrhunderts der Vertreibungen“ und des nationalsozialistischen Vernichtungs- krieges ein. Sie zeigt die leidvollen Umstände der Flucht und der so genannten wilden bzw. organisierten Vertreibungen von Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Doch die Präsentation veranschaulicht nicht nur das unmittelbare Geschehen von Flucht und Vertreibung, sondern stellt auch den vielfältigen Eingliederungsprozess der Menschen in ihrer neuen Heimat dar. Zeitzeugen schildern in Interviews ihre Erinnerungen und Erfahrungen bis in die Gegenwart.

Die Besucher können während ihres Rundgangs mit Hilfe einer Codekarte Einzelheiten zum Schicksal der Betroffenen erfahren. Das Datenmaterial wurde während der Laufzeit der Ausstellung ständig erweitert, so dass in Leipzig nunmehr 350 „Lebenswege“ abrufbar sind. Weitere Themen sind die Wahrnehmung und Rezeption von Flucht und Vertreibung in Literatur, Film und Wissenschaft.

Über 250 Gäste erlebten im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig eine gedankenreiche und anregende Eröffnungsfeier. Die Publizistin Helga Hirsch plädierte in bewegenden Worten für eine angemessene Würdigung des Leids deutscher Opfer von Flucht und Vertreibung. Der tschechische Schriftsteller Pavel Kohout würdigte die Ausstellung aus dem Blickwinkel des östlichen Nachbarlandes. Er hielt sogar – trotz der zu erwartenden Einwände „Ewig-Gestriger“, die es auch hier gebe – eine Präsentation in seiner Heimat für wünschenswert.

Daniel Kosthorst

Besucherstimmen

„Als Betroffener finde ich die Ausstellung
sehr emotional, man empfindet alles noch
einmal!“

„Danke für diese Ausstellung! Ich habe an
ihr nichts, aber auch gar nichts auszusetzen!
Scheußlich hingegen finde ich die ewige Politisierung
von menschlichen Schicksalen…“

„Ich bin sehr ergriffen! Es war eine ganz
neue Sicht auf gesamteuropäische Geschichte.
Der Abschluss erinnerte an die aktuelle Flüchtlingsproble- matik.“

Pavel Kohout und Helga Hirsch bei der Eröffnungsveranstaltung

 

Beim Rundgang durch die Ausstellung: Dokumente und Bilder erzählen von bewegenden Schicksalen.

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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