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Gelebte Freundschaft

Deutsch-Französischer Tag im Haus der Geschichte

Auf die gemeinsame Erklärung Deutschlands und Frankreichs zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrags vor fünf Jahren geht der Deutsch-Französische Tag zurück, an dem in beiden Partnerländern unter anderem für die Sprache und Ausbildungsmöglichkeiten im jeweils anderen Land geworben wird. Das Thema „humanitäre Hilfe“ stand dabei im Zentrum einer Veranstaltung im Haus der Geschichte in Bonn, an dem sich Schüler und Studenten aus Deutschland und Frankreich beteiligten.

Das jugendliche Engagement übertrug sich zusehends auch auf die Zuhörer: Aus Anlass des deutsch-französischen Tages am 22. Januar fand traditionell im Haus der Geschichte in Bonn eine Podiumsdiskussion zum Thema „Humanitäre Hilfe aus deutscher und aus französischer Sicht – wie engagiert sich die Jugend?“ statt. Die Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg, das Robert-Schuman-Institut an der Universität Bonn sowie die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland luden zu einem deutsch-französischen Abend ein, den die Jugend für sich gewann. Durch Erfahrungsberichte aus den unterschiedlichsten Kooperationsprojekten von deutschen Studenten und Schülern in französisch-sprachigen Gebieten Afrikas erhielten die Zuhörer einen bewegenden Eindruck über die Vielseitigkeit sowie den Sinn solcher Programme. Das Bonner Projekt des Aloisius-Kollegs in Bad Godesberg bot zwei Schülern im Alter von 14 und 19 Jahren die Möglichkeit, einen fünfwöchigen Arbeitsaufenthalt in einem Workcamp in Burkina-Faso, Westafrika, zu erleben. Die Schüler arbeiteten in einer lokalen Krankenstation mit Menschen aus Burkina-Faso zusammen und lernten vor Ort die Probleme, aber auch die Schönheit Afrikas kennen.

Ebenfalls beeindruckte das Nachwuchsprogramm des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), das der Studentin Anna Christina Mayr die Möglichkeit bot, in Kampala, Uganda, als Geografin für die Wasserversorgung tätig zu werden. Ihre Forschungsarbeit im Rahmen eines Entwicklungsstipendiums des DED führte letztlich dazu, dass sie nun nach Abschluss ihres Magisters in Bonn nach Afrika als vollberufliche Entwicklungshelferin zurückkehren kann.

Detlef Herbner / Ulrike Zander

Engagierte Jugend: Schüler des Aloisius-Kollegs im Gespräch mit Gérard Foussier (r.), Chefredakteur der Zeitschrift „Documents“/„Dokumente“

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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