|
Dokumententausch in entspannter Atmosphäre: Bei einem Zwischenstopp in
Deutschland lud Michail Gorbatschow Hans Walter Hütter in seine Suite im
Kempinski Hotel Gravenbruch Frankfurt ein. Der ehemalige Präsident der
Sowjetunion übergab dem Haus der Geschichte ein Faksimile seiner
Friedensnobelpreisurkunde. Im Gegenzug erhielt er ein Faksimile des Vertrages
über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der
Bundesrepublik und der UdSSR vom 9. November 1990. Kernelemente des Vertrages,
der für Deutschland und Russland unverändert weiter gilt, sind das Bekenntnis
zum Gewaltverzicht und die Ankündigung umfassender Kooperationen auf
politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet.
Im Gespräch erinnerte sich der frühere Staatschef an seine Begegnung mit dem
damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl bei der Unterzeichnung im Palais Schaumburg
in Bonn und unterstrich noch einmal die Bedeutung des Vertrages für die
deutsch-russischen Beziehungen. Er kündigte an, dass das Faksimile im Museum der
Michail-Gorbatschow-Stiftung in Russland seinen Platz finden wird.
|