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 Haus der Geschichte, Bonn

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Europa im Museum

Internationale kulturelle Zusammenarbeit

Seit seiner Eröffnung 1994 arbeitet das Haus der Geschichte mit zahlreichen Partnern auch im Ausland zusammen: In internationalen Ausstellungskooperationen, Austauschprogrammen für Nachwuchswissenschaftler und museumspädagogischen Projekten zur europäischen Integration.

„Am Beginn des 21. Jahrhunderts sind gerade historische Museen [...] für die Verwirklichung dieses europäischen Bekenntnisses verantwortlich“, betonte Wim van der Weiden, der Vorsitzende des Europäischen Museumsforums (EMF), zum 10-jährigen Jubiläum des Hauses der Geschichte 2004. Gerade die Museen können leisten, was sich die Europäische Union vom „Jahr des interkulturellen Dialogs“ verspricht - die „Lust am Voneinander-Lernen“ zu fördern, die zu „Annäherung und gegenseitigem Verständnis“ beiträgt. In diesem Sinne führt das Haus der Geschichte den Besuchern bereits seit vielen Jahren vor Augen, dass Deutschland wie keine andere Nation historisch, geografisch und kulturell mit Europa verbunden ist.

Europa im Haus der Geschichte

In seiner Dauerausstellung zeigt das Haus der Geschichte besonders die Geschichte der europäischen Integration anhand spannender Objekte und greift dieses Thema seit Anfang 2007 durch das Mitmach-Programm „Eine Reise durch Europa“ auch museumspädagogisch auf. Konzipiert und gestaltet vor allem für Kinder und Jugendliche zeichnen 15 Stationen Schritte der europäischen Verflechtung Deutschlands nach: eine Reise durch europäische Städte von Potsdam bis Maastricht.

Ausgezeichnetes Konzept

„Geschichte erleben®“ wird von den Besuchern als besonders geeignetes Konzept empfunden, historische Zusammenhänge spannend zu vermitteln. Selbstkritisch und aus verschiedenen Blickwinkeln werden die Höhen und Tiefen nationaler Geschichte in den internationalen Kontext gestellt.

Für dieses narrative Museumskonzept erhielt das Haus der Geschichte 1995 den Preis des Europarates, der als Anerkennung für neue Projekte und Ideen in Museen verliehen wird. Darüber hinaus beschloss der Europarat im Januar 1996 die Empfehlung Nr. 1283, wonach die Europäische Ministerkonferenz „Mitgliederländer ermutigt, nationale Geschichtsmuseen nach dem Vorbild des Hauses der Geschichte in Bonn zu errichten“. In den letzten Jahren besuchten immer wieder Delegationen aus den europäischen Nachbarländern das Haus der Geschichte in Bonn und das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig. In den Niederlanden beschlossen kürzlich die Verantwortlichen, ein nationales Geschichtsmuseum in Arnheim zu errichten; so auch in Polen, wo in Warschau ein Nationalmuseum über 1000 Jahre polnischer Geschichte entsteht. Die Österreicher planen, ihre Nationalgeschichte in einem zeitgeschichtlichen Museum zu präsentieren.

Internationale Kooperationen

Einen weiteren wichtigen Bestandteil des Engagements innerhalb Europas stellen die wissenschaftlichen Austauschprogramme der Stiftung Haus der Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Musée Royal de l'Armée et d'Histoire Militaire in Brüssel, der Direction des Musées de France in Paris und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk in Berlin und Paris dar. Durch die praktische Mitarbeit in den Institutionen erhalten die jungen Wissenschaftler die Möglichkeit, sich weiterzubilden sowie interessante Fachkontakte herzustellen. Seit 1986 waren über 150 Museen aktiv an diesem Austausch beteiligt. Auch auf diese Weise rückt mit jedem neuen Austauschjahr das Ziel näher, einen Beitrag für das Zusammenwachsen Europas zu leisten.

Simone Mergen / Ursula Overath

„Europa-Rund“: Der Ausstellungsbereich dokumentiert die Anfänge der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und ist gleichzeitig Ort der Begegnung für zahlreiche Besucher.

 

Deutsche, französische und belgische Volontärinnen und Volontäre des wissenschaftlichen Austauschprogramms im Haus der Geschichte

 

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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