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Nahezu 5.000 Besuche
konnten bereits in den
ersten drei Wochen in der
Ausstellung „Heimat und
Exil. Emigration der deutschen
Juden nach 1933“,
die noch bis zum 30. März
2008 im Zeitgeschichtlichen
Forum Leipzig gezeigt wird,
gezählt werden.
Thema der Ausstellung ist die erzwungene
Emigration von fast 280.000 deutschen
Juden
aus Deutschland, ihre Aufnahme in über
90 Ländern und die Rückkehr von nur fünf
Prozent der Emigranten nach dem Ende
des
Zweiten Weltkriegs.
Vor dem Hintergrund der nahezu vollständigen
Vernichtung jüdischen Lebens in
Deutschland beurteilen Besucher den hohen
Informationsgehalt der Ausstellung, die
vor
allem Einzelschicksale ins Zentrum stellt,
positiv. Viele Museumsbesucher bemerken,
dass sie zuvor nicht gewusst hätten, wie die
Immigrationsbedingungen
ganz konkret in den einzelnen
Ländern zu dieser Zeit aussahen.
Insgesamt setzen sich
die Besucher mit dem Thema
intensiv auseinander. Der Besucherandrang
beweist, dass
sich das Zeitgeschichtliche
Forum Leipzig als Ort aktiver
Auseinandersetzung mit Geschichte
fest etabliert hat. Ein
Eintrag im Gästebuch bringt
es auf den Punkt: „Schon
viele Ausstellungen hier im
Haus besucht, wieder sehr
beeindruckend und „schwer
verdaulich“, aber notwendig.“ Ein schöneres
Kompliment kann man einem Haus, das
zeitgeschichtliche Themen
darstellt, kaum machen.
Bettina Altendorf
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