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Editorial 2/2002 |
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Editorial
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Fotos als Waffen |
Leipziger Ausstellung in Bonn |
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Am 14. Mai eröffnen wir mit Freya Klier die
Ausstellung "Foto-Anschlag. Vier Generationen
ostdeutscher Fotografen". Am Beispiel von acht
Fotografinnen und Fotografen gibt sie einen
Überblick über die sozialdokumentarische Fotografie
in der DDR, deren "stille" Bilder die politisch
Verantwortlichen fürchteten, weil sie die offizielle
Bildwelt des SED-Staates unmittelbar in
Frage stellten: ein permanenter "Foto-Anschlag"
im wahrsten Sinne des Wortes. Entwickelt hat
die Präsentation das Zeitgeschichtliche Forum
der Stiftung in Leipzig, wo sie im Sommer letzten
Jahres zum ersten Mal zu sehen war -
ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit
zwischen Bonn und Leipzig!
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Stiftungspräsident Hermann Schäfer und die Fotografin Evelyn Richter bei der Eröffnung der Wechselaustellung "Foto-Anschlag" am 12. Juli 2001 in Leipzig |
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Indem wir unseren
thematischen Schwerpunkt
auf deutsche Zeitgeschichte legen und ein
breites Publikum ansprechen, leisten wir gemeinsam
einen besonderen Beitrag zur Vermittlung
deutsch-deutscher Geschichtsbilder. In
seiner Sitzung vom 18. Dezember 2001 hat das
Kuratorium der Stiftung Haus der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland diesen Kurs
bekräftigt und die enge Vernetzung aller Arbeitsebenen
zwischen Bonn und Leipzig bestätigt.
Zugleich hat das Gremium dem Zeitgeschichtlichen
Forum nach Abschluss der Aufbauphase
und nach Anlaufen des Ausstellungsbetriebs
mehr Selbständigkeit eingeräumt, damit es sich
in den neuen Länder noch besser profilieren
kann.
An beiden Standorten der Stiftung und darüber hinaus werden wir auch zukünftig unseren
Besuchern attraktive Ausstellungen bieten: In
der Berliner Nikolaikirche zeigen wir seit dem
26. April unsere große Ausstellung mit Werken
eines der weltbesten Karikaturisten, Fritz Behrendt,
mit dem Titel "Eine Feder für die Freiheit!"
Altbundespräsident Richard von Weizsäcker eröffnete
diese Ausstellung. Das Kriegs- und
Widerstandsmuseum in Overloon (NL) präsentiert
unsere Lili Marleen-Ausstellung bis Ende
2002. Beides beachtenswerte Anerkennungen
für unsere vielfältige und kooperative Arbeit in
Bonn und Leipzig!
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