Den Grundgedanken für das nicht verwirklichte
moderne Fahrzeug hat Fritz Fend Ende
des Zweiten Weltkriegs, als er beginnt, Versehrtenfahrzeuge
zu konstruieren. Nach der Währungsreform entwickelt Fend
hieraus seinen Dreirad-Flitzer.
In dieser Zeit halten die Verantwortlichen in den Messerschmitt-Werken in München
Ausschau nach einer Möglichkeit, die Produktionshallen der Regensburger Stahl- und
Metallbaugesellschaft besser zu nutzen.
Fritz Fend schlägt vor, den Flitzer zu einem in dieser Zeit
begehrten Kleinstfahrzeug für breite Bevölkerungskreise fortzuentwickeln und dort zu bauen.
Im Kabinenroller sitzen beide Passagiere
hintereinander. Nach akrobatischem Einstieg
finden im "KaRo" zwei normal gewachsene
Menschen mehr schlecht als recht Platz.
Um dennoch ein angenehmes Raumgefühl zu
haben, entscheidet Fend sich für eine Plexiglaskuppel.
So wird der Innenraum hell und
freundlich. Später kommt eine Cabriolimousine
hinzu, deren Textildach zurück zu rollen
ist - ein frühes Cabriolet zu erschwinglichem
Preis auf dem Markt der jungen Bundesrepublik.
Trotz ansehnlicher Verkaufszahlen - 1954
und 1955 werden zusammen mehr als 20.000
Fahrzeuge ausgeliefert - bleibt der durchschlagende
wirtschaftliche Erfolg aus. 1956
führen finanzielle Schwierigkeiten dazu, dass
das Regensburger Werk aus dem Messerschmitt-
Konzern ausgegliedert wird. Gemeinsam
mit einem Partner übernimmt Konstrukteur
Fritz Fend 1956 die Produktionsstätte
und baut dort die Autos weiter, von denen
bis 1964 insgesamt mehr als 75.000 Kabinenroller
im In- und Ausland verkauft werden.
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