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Passt das zusammen,
die raffinierte französische
Küche und die bodenständige
deutsche? Voilà, ein Gericht
aus dem Elsass, das nicht
nur auf höchster bilateraler
Ebene verschiedene
Geschmäcker bindet.
Im vergangenen Jahr trafen
sich Jacques Chirac und
Gerhard Schröder zu einem
ihrer regelmäßigen Konsultationsgespräche
im Elsass.
Zum Abendessen ging es ins
Restaurant Schadt in Blaesheim,
ein paar Kilometer
südlich von Straßburg. Sauerkrautgerichte
zählen zu den
Spezialitäten dieses Hauses.
Denn die Elsässer teilen mit
ihren Nachbarn von der anderen
Seite des Rheins die Vorliebe
für diese mild vergorene
Variante des Weißkrautes.
Aber weil die Elsässer Franzosen
sind, gibt es bei
ihnen nicht nur die allseits
bekannte deftige Zubereitung
mit Eisbein und Würsten. Sie
kennen noch eine weit elegantere,
feinere und vor allem
auch leichtere Sauerkraut-Variante:
Sie kombinieren Sauerkraut
mit Fisch und krönen
alles mit einer feinen Buttersauce.
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Zubereitung
Sauerkraut und Fisch - das mag auf den
ersten Blick ziemlich exotisch anmuten. Im
Elsass hat diese Kombination jedoch eine
lange Tradition. Sie wird seit alters her mit
Süßwasserfischen zubereitet, aber das ist kein
Dogma. Meeresfisch schmeckt ebenso gut. Damit
Abwechslung auf den Teller kommt, sollte
man wenigsten drei verschiedene Fischsorten
nehmen, am besten Filets. Für vier Personen
braucht man jeweils rund 500 Gramm von jedem
Fisch. Die Filets werden in vier gleich
große Stücke geschnitten und gedünstet. Am
schnellsten und unproblematischsten geht es
wie folgt: die Filetstücke werden gewaschen,
trocken getupft und auf ein leicht eingeöltes
Backblech gelegt, gesalzen, gepfeffert und mit
Zitrone beträufelt in den auf 200 Grad vorgeheizten
Backofen geschoben. Je nach Dicke
sind sie nach etwa zehn Minuten gar.
Zur Buttersauce: Drei Schalotten fein
würfeln und in einem Viertelliter trockenem
Weißwein kochen, und zwar so lange, bis
der Wein fast vollständig verdunstet ist. Dann
werden mit dem Schneebesen 200 Gramm
kalte Butter eingerührt, bis sie sich vollständig
aufgelöst und mit den Schalotten ver bunden
hat; am besten die Butter in kleine Stücke
schneiden und nacheinander zu den Schalotten
geben. Die Sauce warm halten, nur kochen
darf sie nicht mehr, sonst trennt sie sich, das
heißt, das Butterfett würde ausflocken. Wer
dem Ganzen die kulinarische Krone aufsetzen
will, gibt noch ein paar Safranfäden an die
Sauce. Als Beilage passen am besten Pellkartoffeln.
Hans-Albert Stechl
Zutaten für vier Personen
1 kg Sauerkraut, von drei
verschiedenen Süßwasser-
oder Meeresfischen jeweils
500 g Filet, Salz, Pfeffer,
Zitronensaft. Buttersauce:
3 Schalotten, 1 Viertelliter
trockener Weißwein,
200 g Butter, Salz, Pfeffer,
ein paar Safranfäden.
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