Sitemap Kontakt Impressum

 Inhalt

 Übersicht                                 
 10 Jahre Stimmen   
 10 Jahre Perspektiven   
 10 Jahre Rückblicke   
 Ausstellungen                        
 Infothek                                    
 Brennpunkt                             
 Zeitgeschichtliches
 Forum Leipzig                         
 Editorial 2/2004                       
 Termine 2/2004                      
 Impressum 2/2004                
 Kontakt                
 Archiv                                        
 aktuelle Ausgabe                  

 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

Archiv

Editorial 2/2004

 

Editorial

Vor zehn Jahren fing es richtig an

Eine Zwischenbilanz

Wie lang sind zehn Jahre? Im Ausblick ist das Ziel fern, im Rückblick verging diese Dekade für uns wie im Flug. Ich kann mich noch sehr genau an die Eröffnung am 14. Juni 1994 erinnern: Nervöse Erwartung und emotionale Erregung neben intellektueller Anspannung und physischer Erschöpfung - all das nicht nur, weil der Bundeskanzler kam, sondern auch wegen der Reaktionen der Öffentlichkeit. Wobei - soviel wussten wir vorab - zwischen veröffentlichter Meinung und der Besucherresonanz auf die Dauerausstellung zu differenzieren sein würde.

Selbst unsere kühnsten Erwartungen wurden übertroffen. Die Besuchszahlen haben Rekorde gebrochen; unsere Arbeit wurde mit Dutzenden von Preisen ausgezeichnet.

Bundespräsident Johannes Rau, Festredner anlässlich des 10. Jahrestages der Eröffnung, und Hermann Schäfer

Wie war dieser Erfolg möglich? An erster Stelle nenne ich die Zusammenarbeit innerhalb der Stiftung. Der Erfolg in Bonn und in unserem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig wäre unmöglich gewesen, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung "Dienst nach Vorschrift" geleistet hätten. Im Gegenteil. Größtes Engagement, hohe Sachkompetenz und immer neue Kreativität in allen Arbeitsbereichen kennzeichnen unsere Arbeit. Über die Jahre berührt es mich immer wieder, wenn Kolleginnen und Kollegen in den verschiedensten Bereichen - von den Aufsichten über Besucherbegleiter, Shop, Restaurant, Werkstätten, Technik, Bibliotheken, Verwaltung, Wissenschaftler - in die erste Person Plural fallen, wenn sie über das Haus der Geschichte sprechen. Dieses "Wir-Gefühl" hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.

Mit Dankbarkeit wie mit Freude denke ich auch an die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Stiftungsgremien - Kuratorium, Wissenschaftlicher Beirat, Arbeitskreis gesellschaftlicher Gruppen. Die Diskussionen waren immer von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt. Allen Mitgliedern ging es stets um den bestmöglichen Kurs und um höchstmögliche Qualität. Rückhalt in den Gremien und gewachsenes Selbstvertrauen innerhalb der Stiftung haben dazu geführt, dass wir ein Museum sind, das nicht davor zurückschreckt, auch heikle, zuweilen höchst umstrittene Themen aufzugreifen.

Dass Europa für uns ein wichtiges Thema sein würde, war uns bereits lange vor der Eröffnung klar. Dass die Stiftung auf europäischer Ebene jedoch auf so viel Interesse und Beachtung stoßen würde, war 1994 noch nicht abzusehen. Die internationale Zusammenarbeit ist heute sogar ein wichtiger Garant für den fortgesetzten Erfolg der Stiftung.

Zusammenhalt, vertrauensvolle Kooperation und internationale Ausrichtung - diese drei Faktoren machen die Stiftung nicht nur für mich zu weit mehr als einem Arbeitsplatz. Dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung in Bonn und Leipzig dieses Gefühl der Identifikation teilen, danke ich persönlich sehr!

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

zum Seitenanfang