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Auf meinen Reisen durch Europa, beim
Besuch von Museen im Auftrag des Europarats
und dessen Europäischen Museumsforums
(EMF), entdecke ich fast überall
Objekte oder Themen, die mit meinem Land,
mit Europa, seiner Kultur und seinem Erbe
zu tun haben.
Historische Museen - auf nationaler,
regionaler oder lokaler Ebene - sollten herausstellen,
dass ein Staat, eine Region, eine Stadt oder ein
Dorf eine eigene Geschichte haben und dass es sich lohnt, diese
zu pflegen. Allerdings müssen sie gleichzeitig betonen, dass die von ihnen
erzählte Geschichte in Europa spielt und sie ohne dieses europäische Umfeld
unmöglich gewesen wäre.
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Wim van der Weiden
Der Autor ist Chairman des Europäischen Museumsforums, Chefredakteur von
"Boulevard of the Present
Past" und war lange Jahre
Direktor des Nationalen
Museums für Naturkunde
in Leiden (NL). |
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Seit dem 1. Mai 2004 besteht die Europäische Union aus 25 Mitgliedsstaaten,
darunter frühere kommunistische Länder. Sie alle haben Artikel 151
des Vertrags über die Europäische Union akzeptiert. In Paragraph 1 heißt es:
"Die Gemeinschaft leistet einen Beitrag zur Entfaltung der Kulturen der
Mitgliedsstaaten unter Wahrung ihrer nationalen und regionalen Vielfalt
sowie gleichzeitiger Hervorhebung des gemeinsamen kulturellen Erbes."
Am Beginn des 21. Jahrhunderts sind gerade historische Museen, de facto
aber alle Museen, für die Verwirklichung dieses europäischen Bekenntnisses
verantwortlich. Mehr denn je können und sollen Museen sein:
- Orte der Vergewisserung und der Reflexion;
- Orte der Verknüpfung, an denen wir unsere Vergangenheit im Verhältnis
zu unserer Gegenwart besser verstehen;
- Orte des (un)bewussten Lernens, wo Vertrautes und Neues zusammen kommen.
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Diese Ziele verfolgten Museumsexperten aus achtzehn europäischen Ländern,
als sie im italienischen Parma als Ergebnis des EMF-Workshops 2002
erklärten: "Zur Verwirklichung der Bedürfnisse der heutigen multikulturellen
und von Mobilität bestimmten europäischen Gesellschaft müssen Museen ihre
Grundsätze und Methoden so adaptieren, dass Menschen aus allen Gesellschaftsschichten
(und aus ganz Europa!) ihre Sammlungen und Ausstellungen
verstehen."
Ich bin sicher, dass das Haus der Geschichte diese Forderung auch in der
Zukunft erfüllen wird.
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Museumspreis des Europarats 1995 |
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