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Der Aufschwung der Museen in den ersten Jahrzehnten nach 1945 ist bereits
erstaunlich, aber mehr noch die sich bald ausbildende Nachfrage in der
Bevölkerung nach besucherfreundlichen Einrichtungen. Natürlich bestand
nach 1945 ein großer Bedarf, die von den Nationalsozialisten verfolgte und
verächtlich gemachte Kunst des 20. Jahrhunderts wieder angemessen zu
präsentieren, woraus folgte, dass viele neue Museen für die Kunst des 20.
Jahrhunderts neu entstanden.
Vor diesem Hintergrund hatten es die kulturgeschichtlichen Museen eine
Zeit lang schwer. Dies änderte sich schlagartig in den 1960er und 1970er
Jahren. Konträre Modelle, vehement diskutiert, waren damals das Frankfurter
Historische Museum und das Römisch-Germanische Museum in Köln.
Fachwelt und Publikum lernten: Geschichte ist ausstellbar, wenn die Exponate
in den Mittelpunkt rücken. Bemerkenswert war, dass dabei das Kölner Modell
den weitaus größeren Erfolg hatte als das vornehmlich auf zum Teil provokanten
Texttafeln basierende Frankfurter Modell, das Gegenstände zu
Vasallen der Texte degradierte.
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Hugo Borger
Der Autor war lange Jahre
Generaldirektor der Museen
der Stadt Köln und ist
stellvertretender Vorsitzender
des Wissenschaftlichen
Beirats der Stiftung Haus
der Geschichte. |
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Auch das Haus der Geschichte der Bundesrepublik
gehört in diese Entwicklung. Erstaunlich ist, dass eine gewissermaßen aus dem Stand aufgebaute facettenreiche Sammlung
zur deutschen Geschichte nach 1945
aufgrund der hier gezeigten Gegenstände zu
einem spannenden Panorama jüngster deutscher
Geschichte komponiert werden konnte.
Wissenschaftliche Grundlagenarbeit ist in
diesem erfolgreichen Modell überzeugend
mit Wort- und Bildkommentaren zusammengebunden.
Dieses Prinzip gilt auch für die
nicht minder erfolgreichen Wechselausstellungen,
die selbst davor nicht zurückschreckten,
heikle Prozesse der neueren Geschichte
zu Themen überzeugender Darbietungen zu
machen.
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Auf der Flucht gerettet:
Letztes Hab und Gut |
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