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 Haus der Geschichte, Bonn

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10 Jahre Rückblicke

 

Zehn glanzvolle Höhepunkte

Wechselausstellungen des Hauses der Geschichte

Die Wechselausstellungen des Hauses der Geschichte haben durch ihre Handschrift in den vergangenen zehn Jahren unverwechselbare Akzente in der deutschen Museumslandschaft gesetzt. Das innovative Konzept, komplexe Themen der Zeitgeschichte für breite Bevölkerungsschichten attraktiv und besucherorientiert zu präsentieren, hat große Zustimmung und viele Nachahmungen erfahren. Das Ausstellungsprogramm bietet eine abwechselungsreiche und zugleich ausgewogene Mischung "leichter" und ernster Themen: Ausstellungen zur Kulturgeschichte des Spiels oder zum Urlaubsverhalten der Deutschen wechseln mit Präsentationen zur Kriegsgefangenschaft oder zum Verhältnis von Polen und Deutschen im 20. Jahrhundert.

Mit Vollgas voraus

Seifenkistenrennen: das waghalsige Freizeitvergnügen der Nachkriegskinder - ein Thema der Wechselausstellung "SpielZeitGeist - Spiel und Spielzeug im Wandel". Sie widmete sich dem Wechselverhältnis von Spiel, Spielzeug, Zeitgeist und Zeitgeschichte in Deutschland seit der Weimarer Zeit. 9.12.1994-17.4.1995, Bonn, 200.000 Besuche

Auch aktuell diskutierte und provokante Themen hat das Haus der Geschichte mit Ausstellungen zu Leni Riefenstahl und ihrem Filmschaffen oder zu Themen der Bildmanipulation und -inszenierung aufgearbeitet. Das weite Themenspektrum bietet den Besuchern immer neue Anreize, über die deutsche Geschichte nachzudenken, ins Gespräch zu kommen und sich mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzen.

Die Wechselausstellungen verbinden die Freude am Erlebnis spannend erzählter Geschichte mit einem Bildungsauftrag, der auf Aufklärung und Wissensvermittlung über historische Zusammenhänge zielt: Der Besuch im Museum als erlebte Geschichte. Die Präsentationen nehmen den Besucher mit auf zeithistorische Erkundungsreisen. Originalobjekte im Kontext wissenschaftlich fundierter Dokumentation verbürgen Authentizität. Abwechslungsreiche Darstellungsformen nehmen das jeweilige Thema auf und verleihen ihm die Handschrift eines individuellen Entwurfs. Dabei hat sich die Gestaltung immer den Inhalten unterzuordnen: Architektur darf nicht zum Selbstzweck werden. Die Dramaturgie der Geschichte muss stimmen, denn ohne sie wird sich eine Ausstellung auf Dauer nicht behaupten können. Auf diese Weise gibt das Ausstellungsprofil Impulse für die öffentliche Diskussion zur Bedeutung des kollektiven Erinnerns ebenso wie zur Vergewisserung der eigenen Positionen.


Hüttenmeister und seine Gefangenen

Das Modell einer Glashütte, das sowjetische Kriegsgefangene als Dank für die gute Behandlung ihrem Hüttenmeister schenkten, erinnerte in der Wechselausstellung "Kriegsgefangene - Wojennoplennyie. Sowjetische Kriegsgefangene in Deutschland - Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion" an das Schicksal der Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs. 1.6.-8.10.1995, Bonn, 120.000 Besuche, 1.12.1995-3.3.1996, Moskau, 40.000 Besuche

Das Wechselausstellungsprogramm eröffnet dem Haus der Geschichte vielfältige Wege, mit anderen Museen Synergieeffekte zu erzielen. Wanderausstellungen ermöglichen Partnerschaften. In einem Netz kooperierender Museen und Kultureinrichtungen ergeben sich langfristige Perspektiven für eine ökonomisch sinnvolle, aber zugleich auch originelle und wissenschaftlich fundierte Museumsarbeit für die nächsten Jahrzehnte.

Stephanie Jacobs

Pack die Badehose ein

Die Ausstellung "Endlich Urlaub. Die Deutschen reisen" setzte sich mit der Geschichte des Urlaubs von den Ursprüngen des modernen Reisens bis zum kommerzialisierten Massentourismus auseinander. Sie stellte das Reiseverhalten der Deutschen in seinen historischen und politischen Rahmenbedingungen vor.
6.6.-13.10.1996, Bonn,
136.000 Besuche

Zwei Schwestern

Hausfrau und Mutter, "Heldin der Arbeit", Sexsymbol, Karrierefrau - den Unterschieden wie auch Gemeinsamkeiten im Leben und im Selbstverständnis der ost- und westdeutschen Frauen widmete sich die Ausstellung "Ungleiche Schwestern? Frauen in Ost- und Westdeutschland".
9.10.1997-8.3.1998, Bonn,
123.000 Besuche,
16.5.-23.8.1998, Dresden,
43.000 Besuche

Bilder, die lügen

Die Ausstellung "Bilder, die lügen" beschäftigte sich mit dem Thema Bildmacht und Bildmanipulation in der Zeitgeschichte. Angesichts der außerordentlich großen Besucherresonanz erarbeitete das Haus der Geschichte mit finanzieller Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung eine Wanderversion.
27.11.1998-28.2.1999, Bonn,
130.000 Besuche,
bislang weitere Stationen in Leipzig, Frankfurt a. M., Berlin, Greifswald und Hamburg, 275.000 Besuche, demnächst in Hannover und an anderen Orten

Über Grenzen hinweg

Tulpenfelder, Holzschuhe und Windmühlen, Rudi Carell, Szenen aus denkwürdigen Fußballbegegnungen: Die Ausstellung "Deutschland - Niederlande. Heiter bis wolkig" beleuchtete den ambivalenten Charakter der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern seit 1945 bis in die Gegenwart. Die Präsentation entstand in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum Amsterdam.
22.11.2000-16.4.2001, Bonn,
120.000 Besuche,
26.5.-16.9.2001, Amsterdam,
60.000 Besuche

Künstliche Versuchung

Eine Kulturgeschichte der Kunstfaser Nylon, mit der sich Träume von Schönheit und Erotik, Fortschritt und Wohlstand, aber auch von Macht und Herrschaft verbinden, erzählte die Ausstellung "Künstliche Versuchung. Nylon - Perlon - Dederon".
22.4.-22.8.1999, Bonn,
110.000 Besuche

Gottschalk, Schumi und Co.

Die Ausstellung "Prominente in der Werbung. Da weiß man was man hat" zeigte, wie Stars, Sternchen und Politiker von Werbestrategen eingesetzt werden, um in einer reizüberfluteten Welt Aufmerksamkeit zu erlangen.
23.11.2001-7.4.2002, Bonn,
140.000 Besuche

Kuh "Heidi" und Mercedes

Unter dem Titel "Krauts - Fritz - Piefkes ...? Deutschland von außen" zeigte das Haus der Geschichte eine Ausstellung über den Wandel des Deutschlandbildes im Ausland seit 1945. Dabei waren u.a. ein Mercedes-300 SL-Coupé Flügeltürer zu sehen, der für "Made in Germany" stand, und "Die gläserne Kuh Heidi" aus dem Hygiene-Museum in Dresden, "Made in GDR".
19.11.1999-26.3.2000, Bonn,
115.000 Besuche

Am siebten Tag

Die religiösen und historischen Wurzeln des Sonntags und seine Veränderungen standen im Zentrum der Ausstellung "Am siebten Tag. Geschichte des Sonntags".
25.10.2002-21.4.2003, Bonn,
126.000 Besuche,
17.6.-12.10.2003, Leipzig,
26.000 Besuche

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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