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10 Jahre Rückblicke

 

Zu Gast im Haus der Geschichte

Ausstellungen im Foyer

Ein idealer Raum für Gastausstellungen ist das Foyer des Hauses der Geschichte. Veranstalter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft präsentieren sich hier gern in Nachbarschaft von Rosinenbomber und Adenauer Mercedes. Dabei ist der thematische Bogen weit gespannt und führte in den letzten Jahren so außer gewöhnliche Objekte wie ein Raketenfahrzeug aus dem Jahr 1928, den "Bordeaux-Brief" mit der roten und blauen Mauritius-Briefmarke oder ein weltbekanntes Erfrischungsgetränk in das Museum.

1 Blende auf!
Die Ausstellung "Rückblende" zeigt seit 2002 im Haus der Geschichte alljährlich Arbeiten von Bildjournalisten und Karikaturisten. 100 Fotos und 50 Karikaturen interpretieren das politische Leben des jeweils vorangegangenen Jahres in Deutschland. Veranstalter sind unter anderem die Landesvertretung Rheinland-Pfalz, der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und die Bundespressekonferenz. Zu den Ausstellungen erscheint mit Unterstützung des "Spiegel" ein Katalog.

2 Treibstoff und Schadstoff
Das "Umweltforum 2" war im März 1995 im Haus der Geschichte zu Gast. Dabei stellte die Mercedes-Benz AG Möglichkeiten zur wirksamen Senkung von Treibstoffverbrauch und Schadstoffemissionen vor und präsentierte, wie ein weltweit agierendes Unternehmen das Thema "Umweltschutz" im konkreten Fall der Automobilindustrie umzusetzen versucht.

3 Kleine Wiedervereinigung
Aus Anlass des 40. Jahrestags der Volksabstimmung im Saarland zeigte die Saarländischen Landesvertretung beim Bund in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte vom 28. September bis 8. Oktober 1995 die Ausstellung "40 Jahre danach: Der 23. Oktober 1955. Aus dem Leben der Saarländer von Spichern bis zur Kleinen Wiedervereingung".

4 100 Jahre Automobilbau
"100 Jahre Opel-Automobile" bildete Anfang 1999 den Auftakt des Jubiläumsjahres der Adam Opel AG. Ministerpräsident Hans Eichel gratulierte. Blickfang im Entrée bildeten das Raketenfahrzeug Opel RAK2 von 1928, ein Opel Kapitän von 1959 und ein Internet-Café.

5 Von der Schiefertafel zum Internet
Neues Miteinander in der Schule forderte Bundespräsident Johannes Rau am 28. Mai 2002 bei der Eröffnung der Ausstellung "Von der Schiefertafel zum Internet", die der Bundeselternrat zu seinem 50-jährigen Bestehen im Haus der Geschichte zeigte. Schulmöbel aus 50 Jahren und interaktive Displays machten Lernen sogar in der Ausstellung möglich.

6 Geteilt-Vereint-Gefunden
Einen Streifzug durch vierzehn Orte deutscher Geschichte in den neuen Bundesländern zeigte die Ausstellung der Robert- Bosch-Stiftung "Geteilt - Vereint - Gefunden" im Frühjahr 2000. Entstanden war diese Ausstellung aus einem mehrjährigen Förderprogramm der Robert-Bosch-Stiftung. Die Präsentation lud Besucher aus Ost und West ein, bedeutende Schauplätze gemeinsamer Geschichte der Deutschen neu oder wieder zu entdecken.

7 Rückkehr der Rundfunkarbeiter
Im Mittelpunkt der Ausstellung "Remigranten und Rundfunk in Deutschland 1945 - 1955" stand die Rückkehr der Rundfunkmitarbeiter, die Deutschland während der nationalsozialistischen Zeit verlassen mussten. Der Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute e. V. (AsKI) und das Deutsche Rundfunkarchiv präsentierten die Ausstellung im Sommer 2000.

8 Pille gegen den Schmerz
Zum hundertjährigen Geburtstag von Aspirin erinnerte die Bayer AG im September 1997 an die Synthese der Acetylsalicylsäure in einem nachgebauten Labor von 1897.

9 Rote und blaue Mauritius
Eine Weltpremiere erlebte das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland am 8. Juli 1998: Zum ersten Mal war der berühmte "Bordeaux-Brief" mit der roten und blauen Mauritius in der Gastausstellung "Faszination Mauritius" zu sehen. Der Brief ist mit einem Wert von damals rund sieben Millionen D-Mark das weltweit teuerste philatelistische Sammelobjekt. Anlass der Ausstellung war der 150. Geburtstag der Mauritius-Briefmarken, die vom Braunschweiger Briefmarkenhaus Richard Borek, einem langjährigen Partner des Hauses der Geschichte, und dem Bund Deutscher Philatelisten für diese Ausstellung nach Deutschland geholt wurden.

10 Weltbekannte Brause
Fast überall auf der Welt trinken Millionen von Menschen ein Erfrischungsgetränk, das zu einem Mythos geworden ist. Die Ausstellung "Faszination Coca-Cola" sahen im Sommer 2002 rund 50.000 Besucher. Die von der Freiburger Werbeagentur Schleiner + Partner konzipierte und umgesetzte Ausstellung zeigte auf sieben "Erlebnisinseln" die Entwicklung und Bedeutung des Getränks. Dabei wurden so seltene Objekte präsentiert wie ein Coca-Cola-Zapfgerät aus Keramik von 1896 oder das Werk "Bruno Cora Tee" von Joseph Beuys aus dem Jahr 1976.

Detlef Herbner

Weiteres Fotomaterial in der Print-Ausgabe

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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