2/2004

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 Haus der Geschichte, Bonn

 Zeitgeschichtliches Forum
 Leipzig

 

10 Jahre Rückblicke

 

Besondere Tage, besondere Gäste

10 Events im Haus der Geschichte

Es gibt Tage, die in Erinnerung bleiben und einen besonderen Stellenwert für jede Biografie besitzen. Das Haus der Geschichte hat einige davon erlebt, die - jeder auf seine Art - für besondere Begegnungen sorgten, außergewöhnliche Besucher boten oder Zäsuren darstellten. Sie sind schon heute Teil der Museumsgeschichte.

Eröffnung

Die Spannung war groß, ebenso die Erwartungen. Bis zur letzten Minute wurde noch Hand angelegt. Dann war es soweit: der 14. Juni 1994 - der Tag der Eröffnung des Hauses der Geschichte. Mehr als 1.300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen fünf Jahre nach dem ersten Spatenstich, um bei der Eröffnung der Dauerausstellung dabei zu sein. "Dieses Haus erinnert an eine Vergangenheit, die in unsere Zukunft eingehen muss", erklärte damals Bundeskanzler Helmut Kohl. Sein Nachfolger Gerhard Schröder unterstrich bei der Wiedereröffnung der überarbeiteten Dauerausstellung 2001 eine weitere wichtige Aufgabe des Museums. Er beschrieb das Haus der Geschichte als einen "Ort der Begegnung, nicht nur von Deutschen aus Ost und West, sondern genauso von Menschen aus unseren Nachbarländern, aus Europa und der Welt."

Einen besonderen Höhepunkt bot das Begleitprogramm rund um die Wechselausstellung "Spuren der Macht". Über 1.000 Gäste erlebten den Auftritt des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker, der sich in humorvoller Manier mit dem rheinischen Kapitalismus zwischen Klüngel, Kölsch und Kirche auseinander setzte.

Jürgen Becker

Besondere Bedeutung haben für ein Haus Tage, an denen es nicht alltäglichen Besuch empfängt. So kamen zur Ausstellungseröffnung "Deutschland-Niederlande" 2000 Königin Beatrix und Bundespräsident Rau nach Bonn.

Der Schönheit und Ihrer Majestät verpflichtet ist ein berühmter Agent, der ebenfalls in Bonn zum Einsatz kam. Bond-Double Douglas J. Turner ermittelte 2003 im Rahmen der Ausstellung "Duell im Dunkel".

Königin Beatrix und Bundespräsident Rau

Sechs weitere "Königinnen" besuchten im selben Jahr das Museum. Ihre Kronen erlangten sie jedoch nicht durch Abstammung, sondern auf Grund eines Schönheitswettbewerbs: Sie kamen zur Eröffnung der Ausstellung "Miss Germany".

Ein besonderer Tag für vier Aussiedlerinnen aus Russland und Kasachstan war der 1. April 2004. Sie kamen als hunderttausendste Besucherinnen der Ausstellung "Spuren - Sledy" über die Beratungsstelle für Aussiedler und Migranten aus Gelnhausen ins Haus der Geschichte.

Im hellen Licht von Scheinwerfern und Blitzlichtern gingen bekannte Gesichter aus Kino, Fernsehen und Politik, darunter Iris Berben und Christoph Gottschalk, an einem anderen besonderen Tag der Frage nach, welche Bedeutung Prominente für die Werbung besitzen. Der Weg vom Ring ans Rednerpult führte den Boxer Wladimir Klitschko nach Bonn. Er hielt Ende Januar 2002 einen Vortrag über Trainingsmethoden von Nachwuchsboxern, das Thema seiner Doktorarbeit.

Iris Berben und Christoph Gottschalk

Ein Highlight von internationaler Bedeutung war die Vorstellung des UNESCO-Programms "Memory of the world" Ende 2001. Beim Festakt im Haus der Geschichte wurde bekannt gegeben, dass fünf deutsche Beiträge, darunter Goethes Nachlass und Beethovens "Neunte", in die UNESCO-Liste aufgenommen werden.

Weiteres Fotomaterial in der Print-Ausgabe

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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