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10 Jahre Stimmen |
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Ein Modell, das Schule macht
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Zehn Stimmen zum Haus der Geschichte |
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Die Aufgaben eines Museums
für Zeitgeschichte sind vielfältig.
Wie es diesen gerecht
wird, zeigen exemplarisch
zehn Stimmen zum Haus der
Geschichte. Sie nehmen dabei
auf Darstellungsformen,
die Art der Vermittlung zeitgeschichtlicher
Ereignisse,
auf langfristige Ziele und
persönliche Erlebnisse
Bezug. |
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Komplexes wird anschaulich
Geschichtsforschung und geschichtliche Darstellung müssen
sich ihrer Gegenwärtigkeit stellen. Es reicht nicht, bloß abstrakte
Strukturen und Prozesse zu vermitteln... Beeindruckt
hat mich dabei die konsequente Besucherorientierung. Komplexe
und komplizierte Sachverhalte werden in den Ausstellungen
anschaulich präsentiert, ohne dass dabei auf wissenschaftliche
Maßstäbe verzichtet wird... Das, was das Haus der
Geschichte leistet - Komplexität anschaulich zu machen und
damit Geschichte im guten Sinne des Wortes erfahrbar, anfassbar
zu machen - das hilft vielen Menschen, sich mit
Geschichte zu beschäftigen. Gerhard Schröder, Bundeskanzler |
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Gegenwart verstehen, Zukunft gestalten
In einer Zeit der Nachrichten- und Informationsflut ist es
wichtiger denn je, sich seiner Grundlagen, seiner eigenen
Geschichte und Herkunft bewusst zu sein. Über die Hälfte unserer
Bevölkerung ist nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
geboren worden. Sie kennen die Anfänge unserer freiheitlichen
Demokratie nicht mehr aus persönlichem Miterleben. Wir sind
dafür verantwortlich, unsere Kinder und Enkel mit den Wurzeln
unserer Demokratie und der Entwicklung der Bundesrepublik
Deutschland vertraut zu machen. Es bleibt wahr, wer seine Geschichte
nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und
die Zukunft nicht gestalten.
Seit nunmehr zehn Jahren nimmt das Haus der Geschichte
die wichtige Aufgabe der Grundlagenvermittlung der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland wahr. Es gibt keinen anderen
Ort, an dem die jüngste deutsche Geschichte so umfassend und
anschaulich dargestellt wird wie in diesem Museum.
Dr. Helmut Kohl,
Bundeskanzler von 1982 bis 1998
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Feste Größe im historischen Diskurs
Vor zehn Jahren trat das Haus der Geschichte an, um - wie
es im Stiftungsgesetz nüchtern heißt - "die Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland einschließlich der Geschichte der
Deutschen Demokratischen Republik darzustellen und Kenntnisse
hierüber zu vermitteln." Diese Aufgabe wurde höchst
überzeugend und ansprechend gelöst, wie die Erfolge beim
Publikum und bei Fachleuten beweisen.
Das Haus der Geschichte ist heute zu einem Maßstab in der
internationalen Museumsszene geworden - dank der konsequenten
Orientierung hin zum Besucher und einer großen Aufgeschlossenheit
gegenüber neuen Darstellungsformen und Medien,
für die das Haus mit einer Reihe von internationalen
Auszeichnungen bedacht wurde. Die hohe Kunst der Vermittlung
hat das Museum zur Meisterschaft entwickelt, auch weil
hier deutlich wird, dass Historie uns alle betrifft und unsere
Gegenwart prägt. Durch die Einbindung privater Erinnerungen
in die Dauerausstellung wird dies besonders anschaulich,
Vertreter aller Generationen finden hier Bezüge zu ihrer individuellen
Biografie.
So ist das Haus der Geschichte mit faszinierenden Wechselausstellungen
und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm
nicht nur zu einer festen Größe im historischen
Diskurs unseres Landes geworden. Es ist zugleich Teil unseres
gesellschaftlichen Gedächtnisses in Deutschland.
Dr. Christina Weiss,
Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien |
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In der Wiege der Demokratie
Wo, wenn nicht in Bonn, sollte das Haus der Geschichte
stehen? Das Museum mitten in der Wiege der Deutschen
Demokratie schafft es, Jung und Alt zu begeistern, weil es
Geschichte anschaulich aufbereitet. Für Bonn ist das Haus der
Geschichte ein großer Gewinn, auch weil es den Namen der
Stadt durch seine bundes-, ja weltweiten Aktivitäten über die
Grenzen der Stadt hinaus trägt. Als "Meilenstein" der Bonner
Museumsmeile erhöht es die Attraktivität der Stadt für Einwohner
wie für Gäste gleichermaßen. Ich freue mich auf das Programm
des nächsten Jahrzehnts!
Bärbel Dieckmann,
Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn
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Offen und durchaus kontrovers
Nur ein Jahr nach seiner Eröffnung erhielt das Haus der
Geschichte 1995 den Museumspreis des Europarats. Damit ausgezeichnet
werden Museen, die "im europäischen Rahmen einen
herausragenden Beitrag zum Verständnis der europäischen
Kultur und zur Auseinandersetzung mit der Geschichte" leisten.
Ein weiteres Jahr später hat der Europarat 1996 seinen Mitgliedsstaaten
empfohlen, "nationale Geschichtsmuseen nach
dem Vorbild des Hauses der Geschichte in Bonn zu errichten."
Damit wurde ein wesentlicher Grundzug des Hauses der Geschichte
gewürdigt: nationale Geschichte wird hier nicht isoliert
betrachtet, sondern als Teil der Geschichte Europas präsentiert.
Der Erfolg des Hauses beim Publikum und in der
Fachwelt ist auch zurückzuführen auf das erfolgreiche Zusammenwirken
der Gremien des Hauses. Offen und durchaus
kontrovers werden im Kuratorium, im Wissenschaftlichen Beirat
und im Arbeitskreis gesellschaftlicher Gruppen die Arbeiten
und Planungen des Hauses mit dem Präsidenten und seinen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diskutiert. So ist ein wissenschaftlich
fundiertes, pluralistisch getragenes und europäisch
orientiertes Museum zur Zeitgeschichte entstanden.
Dr. Knut Nevermann,
Vorsitzender des Kuratoriums Stiftung Haus der Geschichte |
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Modernste Mittel und Möglichkeiten
Mit dem Haus der Geschichte in Bonn wurde ein ebenso
zentraler wie neuartiger Ort deutscher Erinnerungskultur geschaffen.
Hier wird mit den modernsten Mitteln und Möglichkeiten
der Museumswissenschaft und der Ausstellungsgestaltung
gezeigt, wie das freie Deutschland nach 1945 seinen Weg
in die Gemeinschaft der freien Völker zurückgefunden hat, wie
die Deutschen im Westen die demokratische Staatsform als eine
Chance ergriffen, soziale Sicherheit, wirtschaftlichen Wohlstand
und neue kulturelle Werke zu schaffen, während die SED
in der DDR eine Diktatur errichtete und den freien Willen der
Ostdeutschen unterdrückte. Die Jugend erfährt hier, was ihre
Eltern und Großeltern geleistet haben.
Dr. Oscar Schneider,
Bundesminister a.D. und Vorsitzender des Kuratoriums
der Stiftung Haus der Geschichte von 1986 bis 1999
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Klug, umfangreich, lebendig und intensiv
Der außerordentliche Erfolg des Hauses der Geschichte war
zunächst, vor der Eröffnung, noch nicht abzusehen. Sicher
glaubten damals alle an dem Projekt Beteiligten, dass die konzeptionellen
Vorarbeiten des Gründungsdirektoriums sowie die
intensive Aufbauleistung des Mitarbeiterstabs ein festes Fundament
für das Gedeihen der Institution gelegt hatten. Doch sowohl
der Besucheransturm als auch das äußerst positive Echo
in Fachwelt und breiter Öffentlichkeit haben unsere Erwartungen
weit übertroffen.
Das Haus der Geschichte in Bonn ist ein lebendiger Ort, an
dem die Geschichte der letzten 60 Jahre unmittelbar erfahrbar
wird. Die intensive Weiterentwicklung der Dauerausstellung,
die kluge Programmgestaltung der Wechselausstellungen, das
umfangreiche Veranstaltungsangebot sowie die vielfältigen Aktivitäten
des Museums bei der Weitergabe von Ausstellungen im
In- und Ausland sind wichtige Bestandteile des Erfolgs. Über die
Jahre ist das Haus der Geschichte nicht davor zurückgescheut,
auch heikle Themen aufzugreifen und für ein größeres Publikum
aufzubereiten.
Innerhalb der Stiftung herrscht eine Atmosphäre der zielgerichteten
Kooperation. Auch die Zusammenarbeit der Stiftungsgremien
muss in ihrer Offenheit und Transparenz als vorbildlich
angesehen werden. Als einen der größten Erfolge dieser
Kooperation sehe ich noch heute die Vereitelung der Übernahme
der ersten inzwischen "eingestampften" "Wehrmachtsausstellung"
in das Haus der Geschichte. Trotz massiven politischen
Drucks folgte damals das Kuratorium den stark
ablehnenden Voten des Direktors und des Wissenschaftlichen
Beirats.
Das Haus der Geschichte ist für das nächste Jahrzehnt gut
gerüstet. Ich wünsche dem Museum und seinen Mitarbeitern
weiterhin Freude bei der Arbeit und den daraus resultierenden
Erfolg.
Prof. Dr. Lothar Gall,
Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität in Frankfurt am Main und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Haus der Geschichte |
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Fördern und Vermitteln
Dem Haus der Geschichte gelingt es, Ereignisse der neueren
Geschichte bis zur Gegenwart in ihrer Bedeutung sehr gut darzustellen.
Das Ziel, das Geschichtsbewusstsein zu fördern und der jüngeren Generation zu vermitteln, ist in vollem Umfang
erreicht. Die politischen Katastrophen der Vergangenheit werden
dabei ebenso gezeigt wie der Neuanfang nach dem Krieg.
Der Weg zur Wiedervereinigung und der Dialog mit den Nachbarstaaten
hin zu einem vereinten Europa wird in der überarbeiteten
Dauerausstellung berücksichtigt. Der Arbeitskreis
gesellschaftlicher Gruppen achtet besonders darauf, dass gesellschaftlich
bedeutsame Themen in die Ausstellungen einfließen.
Prälat Paul Bocklet,
Vorsitzender des Arbeitskreises gesellschaftlicher Gruppen der Stiftung Haus der Geschichte
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Vergnügen und Lernerlebnis
40 Jahre Besucherforschung tragen dazu bei, Vergnügen
und Lernerlebnis eines Museumsbesuchs deutlich zu verbessern.
Nicht immer war es leicht, Museumsleiter dazu zu bewegen,
dieses Wissen in ihren eigenen Institutionen anzuwenden.
Daher war es für mich eine besondere Freude, als Direktor
Hermann Schäfer mich bat, ihn bei der Besucherforschung für
die Entwicklung der Ausstellung im Haus der Geschichte zu
unterstützen. Das Ergebnis war eine mehrjährige fruchtbare
und angenehme Zusammenarbeit. Ich weiß, dass u. a. dieser
Einsatz für die Bedürfnisse und Wünsche der Besucher zu dem
hohen Besucherinteresse geführt hat, das das Haus der Geschichte
in den vergangenen zehn Jahren kennzeichnete. Für
diese Vision möchte ich Hermann Schäfer meine große Bewunderung
aussprechen.
Harris H. Shettel,
Präsident der Visitor Studies Association, USA |
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Ein Modell, das Schule machte
Das narrative Ausstellungskonzept des Hauses der Geschichte
hat Schule gemacht und die Bekanntheit des Museums
weit über die Landesgrenzen hinausgetragen: Zahlreiche - vor
allem historische - Museen haben sich von dem Modell, mit
dem breite Bevölkerungsschichten angesprochen werden, inspirieren
lassen und es erfolgreich übernommen. Im Haus der
Geschichte wird ein Museumsbesuch zum anregenden Lern-Erlebnis. Wir alle hoffen, dass mit dieser positiven Museumserfahrung
viele neue Besucherinnen und Besucher für die
Museumswelt gewonnen werden können!
Dr. Michael Eissenhauer,
Präsident des Deutschen Museumsbundes
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