Die Ausstellung "Nähe und
Ferne" zeigt die wechselvolle
Geschichte zwischen
Deutschen, Tschechen und
Slowaken. Es gab immer
wieder tief greifende Brüche,
aber auch Annäherungen
und große Nähe zwischen
den drei Nachbarländern.
Bei ihrer Eröffnung betonten
Staatministerin Dr. Christina
Weiss und ihr tschechischer
Kollege Pavel Dostál den
notwendigen Dialog zwischen
den drei Ländern.
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Mehr als 300 Gäste waren anwesend, als
die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur
und Medien, Staatsministerin Dr. Christina
Weiss, und ihr tschechischer Amtskollege,
Kulturminister Pavel Dostál, die Wechselausstellung
"Nähe und Ferne" im Zeitgeschichtlichen
Forum in Leipzig am 17. März eröffneten.
"Die Ausstellung weitet den Blick, indem
sie die dramatischen Ereignisse der Jahre
1938 bis 1948 ... in ihren Kontext stellt", hob
die Staatsministerin in ihrer Eröffnungsrede
hervor. Sie erinnerte daran, dass die tschechoslowakische
Opposition um Václav Havel
und die "Charta 77" schon 1985 in ihrem
"Prager Appell" das Recht der Deutschen auf
freie Selbstbestimmung und die Überwindung
der Teilung Deutschlands als Voraussetzung
einer europäischen Einigung anerkannte.
Bewegungen wie die "Charta 77" hätten dazu
beigetragen, dass 1989 die Berliner Mauer fiel.
Leipzig sei der richtige Ort, daran zu erinnern.
Den glücklichen Eröffnungszeitpunkt der Ausstellung
- nur wenige Wochen bevor sein Land
in die Europäische Union aufgenommen wird
- betonte Pavel Dostál. Der tschechische
Generalkonsul in Dresden, Milan Dufek, unterstrich
die große Bedeutung des Austauschs
über die Grenzen hinweg und sagte: "Es ist gut,
dass wir einen Dialog über die Beziehungen
zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken
führen."
Kornelia Lobmeier

Die Ausstellung "Nähe und
Ferne. Deutsche, Tschechen
und Slowaken" ist im
Zeitgeschichtlichen Forum
Leipzig noch bis 10. Oktober
zu sehen, anschließend im
Haus der Geschichte in
Bonn und voraussichtlich
in Prag.
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