"Warum läßt du mich nicht singen im Arbeiter-
und Bauernstaat?" fragt der Rockmusiker Udo Lindenberg 1983 in seinem Lied "Sonderzug
nach Pankow" den Staatsratsvorsitzenden der DDR Erich Honecker. Nicht nur
in der Bundesrepublik, auch jenseits der Mauer ist der "Panikpräsident" ungemein
populär. Sein Markenzeichen - die Verbindung von Rockmusik und politischem
Engagement - steht im Mittelpunkt unserer Foyerausstellung "Keine
Panik. Udo Lindenbergs bunte Republik", die wir am 29. April im Haus der
Geschichte eröffnen. Wir zeigen den "Mythos Udo", das künstlerische
Multitalent, bekannt nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch seine Bilder.
Sie sprechen dieselbe Sprache, sie haben enge historische
und kulturelle Gemeinsamkeiten. Die Ausstellung "Deutschland-Österreich" zeigt
Berührungs-
und Konfliktpunkte im vielschichtigen Verhältnis beider Länder und
spannt den Bogen vom Heiligen Römischen Reich Deutscher
Nation bis in die Gegenwart.
Udo Lindenbergs Lieder und Aktionen kommentieren seit Beginn der 1970er Jahre gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Häufig ist der Künstler dabei der Zeit ein Stück voraus.
Kriegsende: Millionen Menschen sind entwurzelt, vermissen Angehörige und sind auf der Suche nach ihnen.
In den vier Besatzungszonen bilden sich zahlreiche Suchdienststellen.