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Bilder von Pia Malmus in der U-Bahn-Galerie
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Bilder von Stadtansichten,
Denkmälern, Landschaften,
historischen Orten und
Bauten - die Fotografin Pia
Malmus ist mit ihrer Fotoserie "Deutschlandreise" auf
der Suche nach deutscher
Identität in Vergangenheit
und Gegenwart. Ab Anfang
Juni sind ihre Fotografien in
der Bonner U-Bahn-Galerie
zu sehen.
Ob Reichstagsgebäude oder deutsches Eck
in Koblenz, ob Hermannsdenkmal, die Skyline
von Frankfurt am Main oder Goethe und
Schiller in Weimar - die junge Fotografin Pia
Malmus sucht mit ihrer Kamera Orte und
Menschen in Deutschland auf, die eines miteinander
verbindet: Sie alle tragen Spuren der
Suche nach der eigenen Identität.
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Weiter Himmel
und große Fürsten:
Hermann, der Cherusker ...
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Auf ihrer Reise quer durch Deutschland
dokumentiert Pia Malmus Ereignisse, Denkmäler,
Städte, Land und Leute. Sie sammelt
Spuren einer "gegenwärtigen Vergangenheit"
und stellt an sie die Frage nach den Wurzeln
heutiger deutscher Identität.
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So entstehen
Fotos von Orten und Begebenheiten, denen "die deutsche Geschichte ihren Stempel" aufgedrückt
hat, wie die Fotografin sagt. Ihre
zentrale Frage: Wie treten nationale Identität
und symbolische Orte mit ihrer Gemeinschaft
stiftenden Sinngebung als sichtbare, reale
Zeugnisse in Erscheinung?
Die fotografische Ausbeute ihrer Reise ist
kein Katalog deutscher Nationalsymbole oder
typisch deutscher Orte. Vielmehr setzen sich
die Motive der Fotografin zu einer subtilen
Zusammenschau von Befindlichkeiten zusammen,
die als "typisch deutsch" gelten. Was die
Serie von Pia Malmus dabei auszeichnet, ist
der unverbrauchte Blick, mit dem sie historische
Orte und bekannte Ereignisse neu entdeckt.
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... sowie Goethe
und Schiller
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Wenn Malmus etwa das Hermannsdenkmal
bei Detmold ablichtet, so positioniert
sie das kraftstrotzende Standbild des germanischen
Kriegers mit seinem überdimensionalen
Sockel nicht in die Bildmitte. Vielmehr "köpft" ihr Foto den Cheruskerfürsten, indem
das Bildmotiv vom Bildrand her überschnitten
wird. Ein anderes Beispiel für den ungewöhnlichen
Blickwinkel der Fotografin ist ihr Foto
von der Skyline der Frankfurter City: Ein
Schrottplatz im Vordergrund der Aufnahme
konterkariert den Blick auf die Optimismus, Reichtum und Zukunft versprech-
enden Bankenhochhäuser
der wohlbekannten Stadtsilhouette.
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Rostige Schrotthaufen
und glänzende Banktürme:
Frankfurt am Main
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Die Serie enthält aber auch Fotos, deren Aussage
durch einen bestechenden formalen Bildaufbau
auf die Spitze getrieben wird. So fotografiert
Malmus das auf dem Alexanderplatz
stehende Denkmal von Karl Marx und Friedrich
Engels von hinten - sozusagen rücklings - und trennt die Figuren optisch voneinander
durch den Fernsehturm, der sich weit in den
nebelig weißen Himmel ragend zwischen die
beiden Gestalten drängt.
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Der Titel der Serie - "Deutschlandreise. Auf
der Suche nach deutscher Identität" - ist Programm
und greift ein Thema auf, dem sich die
großen Fotografen der ersten Hälfte des vergangenen
Jahrhunderts - zum Beispiel August
Sander - widmeten. Auch die später entstandenen
Serien "Deutsche" und "Deutsche Gesellschaft"
von Stefan Moses oder René Burris "Die Deutschen" dokumentieren ein Land und
seine Lebensformen. Die "junge" fotografische
Position von Pia Malmus verleiht der Frage
nach deutscher Identität aber eine ganz eigene
Aktualität. Mal frech, mal unbestechlich, mal
mit einer fast aufdringlichen Nüchternheit
zieht die Fotoserie "Deutschlandreise" von Pia
Malmus ein Fazit: Im heutigen Deutschland
haben viele, sehr unterschiedliche Bilder zum
Thema nationale Identität nebeneinander Platz.
Stephanie Jacobs / Tuya Roth
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Wegmarken deutscher
Identität: Industriebrache
und Leipziger Völkerschlachtdenkmal
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Die Ausstellung "Deutschlandreise.
Auf der Suche
nach deutscher Identität"
ist ab dem 10. Juni in der
U-Bahn-Galerie des Hauses
der Geschichte zu sehen.
Tag und Nacht geöffnet.
Eintritt frei
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