Fast 280.000 deutsche Juden verließen
Deutschland zwischen 1933 und 1945. Aufnahme
fanden sie in über 90 Ländern auf fünf
Kontinenten. Nur etwa fünf Prozent der Emigranten
kehrten nach dem Krieg zurück.
Die bloßen Zahlen verdecken, dass das
Leid über die von den Nationalsozialisten
erzwungene Emigration ebenso individuell ist
wie die Erfahrung des Neuanfangs in der Ferne.
Einzelschicksale stehen deshalb im Zentrum
unserer Ausstellung „Heimat und Exil.
Emigration der deutschen Juden nach 1933“.
Flucht- und Lebenswege „Heimat und Exil“ im Haus der Geschichte
„Wohin gehst du?“ fragt der
eine. „Nach Argentinien“,
antwortet der andere.
„Argentinien, das ist weit“,
sagt der erste. Der andere
erwidert: „Weit von wo?“
Das Bonmot über zwei
Flüchtlinge macht deutlich,
wie unwiderruflich sich
das Leben der deutschen
Juden nach ihrer Flucht
und Vertreibung aus
Deutschland veränderte.
Zwischen Bonn und Boccia Vor 40 Jahren starb Konrad Adenauer
Am 19. April 1967 verstarb
Konrad Adenauer in seinem
Rhöndorfer Wohnhaus. Sein
Leben und Wirken durchzog
vier Epochen wechselvoller
deutscher Geschichte.
Der Fotograf und Sammler
Günter Zint gilt als Vorreiter
eines sozial engagierten,
aufkläreri-
schen Bildjournalismus
in der Bundesrepublik.
Eine Ausstellung in der
U-Bahn-Galerie der Stif-
tung Haus der Geschichte zeigt
einen Querschnitt seines
fotografischen OEuvres und
dokumentiert damit auch
sein gesellschaftspolitisches
Engagement.