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Europa-Tag im Haus der Geschichte
Zum 50. Mal jährte sich am
25. März 2007 die Unterzeichnung
der Römischen
Verträge – Grund genug für
das Haus der Geschichte,
„Europa“ an diesem Tag in
den Mittelpunkt zu stellen.
Wann hat man schon einmal als Jugendlicher
die Gelegenheit, Politiker direkt zu befragen
und klare kurze Antworten zu bekommen?
Am Europa-Sonntag, der in ganz Deutschland
am 25. März gefeiert wurde, stellten Jugendliche
den anwesenden Europa-Politikern im
Haus der Geschichte kritische Fragen zum
Thema „Europa“. Die Europaabgeordnete Ruth
Hieronymi (CDU) sowie Barbara Gessler, Leiterin
der Vertretung der Europäischen Kommission
in Bonn, standen den Schülerinnen und
Schülern der Europaschule Bornheim Rede
und Antwort. In einer Diskussionsrunde musste
Hieronymi beispielsweise einem Geschichtsschüler
der Jahrgangsstufe 12 erklären, warum
bei Europa-Wahlen die Wahlbeteiligung
so gering sei. Die Aufklärungsarbeit über den
Stellenwert der Arbeit des Europaparlamentes
sei in der Tat oftmals zu gering, gestand Hieronymi,
die sich über zusätzliche Werbung wie
diesen Europa-Sonntag freute. Das Haus der
Geschichte plant, diese Gesprächsform zwischen
Politikern und Jugendlichen als „Europarunde"
zweimal im Jahr fortzusetzen.
Am Familien-Sonntag sollte Europa „spielend
entdeckt“ werden, so das Konzept des
Museums für Zeitgeschichte. „Europa ist
schön“, meinten vor allem die kleineren Museumsbesucher,
die sich vornehmlich um ein Memory
scharten, das sich aus den Flaggen der
inzwischen 27 Mitgliedstaaten der EU zusammensetzte.
Zusätzlich boten eine „Reise durch
Europa“ als neues Mitmach-Programm, Online-
Lernspiele sowie Begleitungen durch die
Dauerausstellungen ein abwechslungsreiches
und zugleich internationales Programm. Die
„Teen Group“ des Hauses der Geschichte, in
der Jugendliche Museumsarbeit hinter den
Kulissen kennen lernen, stellte in der Dauerausstellung
Themen und Exponate zu Europa
vor, zum Beispiel eine originalgetreue italienische
Eisdiele.
Der Familien-Sonntag fand in Kooperation
mit der Vertretung der Europäischen
Kommission in Bonn statt und weckte breites
Interesse: Mehr als 3.800 Besuche brachten
zum Ausdruck, wie gerne Familien auf Zeit- und
Europareise gehen. Teilnehmer der neuen
Mitmach-Aktion starteten bei der Teilung
Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg,
um über Paris, Den Haag, Brüssel und Rom
auf einer Zeitinsel anzukommen, wo Museumsbesucher
über die europäische Einigung
nachdenken konnten. „Europa klingt gut! Wird
gut! Hoffentlich!“, so die hoffnungsvollen Zeilen
eines Museumsbesuchers im Anschluss an
seine „Europareise".
Ulrike Zander
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