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Archiv |
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Flucht- und Lebenswege
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„Heimat und Exil“ im Haus der Geschichte
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„Wohin gehst du?“ fragt der
eine. „Nach Argentinien“,
antwortet der andere.
„Argentinien, das ist weit“,
sagt der erste. Der andere
erwidert: „Weit von wo?“
Das Bonmot über zwei
Flüchtlinge macht deutlich,
wie unwiderruflich sich
das Leben der deutschen
Juden nach ihrer Flucht
und Vertreibung aus
Deutschland veränderte.
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„Fast keiner wollte wieder zurück“
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Werner Michael Blumenthal im Gespräch
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Werner Michael Blumenthal
musste als 13-Jähriger aus
Deutschland fliehen. Er
suchte mit seiner Familie
Zuflucht in der chinesischen
Hafenstadt Shanghai, einem
der ungewöhnlichsten
Emigrationsorte. Heute ist
der ehemalige amerikanische
Finanzminister W. Michael
Blumenthal Direktor des
Jüdischen Museums in
Berlin und findet in der
Ausstellung „Heimat und
Exil“ auch seine eigene
Geschichte wieder.
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Emigration nach Palästina
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Kein „Land der Verheißung“, aber Zufluchtsstätte
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Das britische Mandatsgebiet
Palästina unterschied sich
von allen anderen Aufnahmeländern
dadurch, dass die
zionistischen Organisationen
die jüdische Einwanderung
ins Land förderten. Die Juden
aus Deutschland, „Jekkes“
genannt, wurden ausdrücklich
nicht als Exilanten, sondern
als zukünftige Bürger
eines angestrebten jüdischen
Nationalstaates betrachtet.
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Rettung und Trauma
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Kindertransporte nach Großbritannien
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Sie reisten per Zug und
Schiff über die Niederlande
nach Großbritannien:
Etwa 10.000 jüdische
Kinder wurden zwischen
Dezember 1938 und
August 1939 in einer beispiellosen
Rettungsaktion
aus Deutschland und den
heutigen Gebieten von
Österreich und Tschechien
vor dem nationalsozialistischen
Regime in Sicherheit
gebracht.
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