Als am 3. Mai 1953 die Deutsche Welle den Rundfunkbetrieb aufnahm, sollte sie Hörern im Ausland ein umfassendes Bild der noch jungen Bundesrepublik vermitteln.
Heute empfangen täglich mehrere hundert Millionen Nutzer weltweit über Radio, Fernsehen und Internet ihre Programme. Zum Grundanliegen gehört es nach wie vor,
in Staaten mit eingeschränkter Presse- und Meinungsfreiheit unabhängige Informationen zu verbreiten. Dazu zählt insbesondere auch die Nachrichtenversorgung
von Menschen, die in Krisenregionen leben. Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle, zeigt im Gespräch, warum die Deutsche Welle auch im „globalen
Dorf“ unverzichtbar ist.
Kein Güterverkehr, kein Strom, keine Lebensmittel: In der Nacht zum 24. Juni 1948 schnitten sowjetische Truppen West-Berlin von den Westzonen ab. Durch die Berlin-Blockade
sollten die Westmächte gezwungen werden, auf die geplante Gründung eines Weststaates zu verzichten. Die Weichenstellungen für zwei deutsche Teilstaaten und zu einer
eingemauerten Inselstadt West-Berlin wurden spätestens 1948/49 gestellt. Die Währungsreform am 20. Juni 1948 in den drei Westzonen Deutschlands nahm die Sowjetunion
lediglich zum Anlass für die Abriegelung Berlins.