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Die Meute
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Film und Videoprints von Herlinde Koelbl |
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Sie warten, drängeln, schubsen,
sind mit Schreibblock,
Mikrofon oder Kamera ausgestattet
und machen Jagd auf
Politiker - die Journalisten.
Herlinde Koelbl zeigt in ihrem
Film "Die Meute: Macht und
Ohnmacht der Medien" das
spannungsreiche Verhältnis
zwischen "Jägern" und
"Gejagten". Ausschnitte und
Videoprints aus ihrem Film
sind ab sofort in der U-Bahn-Galerie zu sehen.
Politiker brauchen und gebrauchen die Massenmedien,
um sich selbst, ihre Themen und
Ziele der eigenen Partei, dem politischen Gegner,
vor allem den Wählerinnen und Wählern bekannt
zu machen. "Ich glaube, dass sich der Typus
Politiker und der Typus
Journalist in ihrer psychologischen Struktur
manchmal sehr ähnlich sind. Deshalb verstehen
sie einander auch so gut und brauchen sich
gegenseitig
als Gesprächspartner", meint Giovanni
di Lorenzo, Chefredakteur des
Berliner "Tagesspiegel".
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"Wegelagerer" und "Meute" - Herlinde Koelbl hat die Kamera um 180 Grad gewendet und richtet sie auf Journalisten, Fotografen und Kameraleute. |
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Dennoch bleibt das Verhältnis
ambivalent: "Wegelagerer" nannte
Bundeskanzler Helmut Schmidt Fernseh- und
Pressereporter sowie Fotografen.
Bundeskanzler
Helmut Kohl erklärte, er lese nicht, was
über ihn geschrieben wird. Manche
Journalisten nehmen sich sehr wichtig und erliegen
dabei der Versuchung, mit ihrer Berichterstattung
politische Entscheidungen zu beeinflussen.
Dieses spannungsreiche Mit- und Gegeneinander
analysiert Herlinde Koelbl in ihrer vielbeachteten
Fernsehdokumentation. Der Film zeigt
die Medienszene in Berlin, verdeutlicht den
Wandel der Medien auf dem hart umkämpften
Nachrichtenmarkt in der neuen Bundeshauptstadt
und untersucht das neuartige Beziehungsgeflecht
von Politikern und Journalisten nach
dem Umzug der Regierung vom Rhein an die
Spree. Koelbl wirft einen Blick auf den Arbeitsalltag
von Journalisten, Fotografen und Kameraleuten,
ihr lähmendes Warten auf einen Termin,
ihren Kampf um die günstigste Position für "das"
Foto, die Hast und Schnelllebigkeit der Nachrichten-
und Gerüchtewelt. Deutlich wird, wie
sehr die Person des Politikers Politik vermittelt,
wie sich Politik- und Gesellschaftszene in Berlin
vermischen. In zahlreichen Interviews sprechen
Journalisten über ihr berufliches Selbstverständis,
die Chancen und Gefahren ihrer Arbeit.
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Die international bekannte und vielfach ausgezeichnete
Fotografin Herlinde Koelbl
realisierte in Zusammenarbeit mit dem
Grimme-Preisträger Enno Hungerland den Film
für den WDR 2001. Das Haus der
Geschichte zeigt in seiner U-Bahn-Galerie vom
20. Juni 2002 bis Mai 2003 mehr als fünfzig Videoprints.
Eine audio-visuelle Station präsentiert
Ausschnitte aus Interviews mit Medienvertretern
und drei Filme aus
deren Arbeitsalltag.
Angela Stirken
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Zwischen Warten und Erschöpfung - Herlinde Koelbl beobachtete monatelang diejenigen, deren Profession es ist, andere zu beobachten. |
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Info
Die Ausstellung ist
vom 20. Juni 2002 bis
Anfang 2003 in der
U-Bahn-Galerie zu sehen.
Tag und Nacht geöffnet,
Eintritt frei.
Das Buch "Die Meute"
ist im Museumsshop zum
Preis von 19,90 € erhältlich.
Weitere Informationen unter:
www.hdg.de
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