Stuttgart-Stammheim,
am Morgen des 18. Oktober
1977: Justizbeamte entdecken
die Leichen von
Andreas Baader und Gudrun
Ensslin. Baader liegt auf dem
Zellenboden in einer
Blutlache. Ensslin hat sich mit
einem Elektrokabel am
Fensterkreuz erhängt. Auch
Jan-Carl Raspe wird sterbend
neben einer Schusswaffe vorgefunden
und Irmgard Möller
hat sich durch Messerstiche
in die Brust schwere
Verletzungen zugefügt.
Ulrich K. Wegener war von
1972 bis 1979 Kommandeur
der Bundesgrenzschutz-Sondereinheit
GSG 9. Nach
dem Blutbad an der israelischen
Olympiamannschaft
von 1972 baute er die
Sondereinheit im Auftrag des
damaligen Bundesinnenministers
Genscher auf.
Mit Einweisung der RAF-Terroristen
wurde ein Teil der
Justizvollzugsanstalt (JVA)
Stuttgart-Stammheim zu
einem Hochsicherheitsgefängnis
ausgebaut.
Der Name des kleinen
Stuttgarter Vorortes steht seither
für die international
Aufsehen erregenden
Prozesse und Selbstmorde
der so genannten ersten
Generation der RAF-Terroristen.