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Claus-Peter Gross, geboren
am 16. Januar 1923 in Berlin,
verstarb nach schwerer
Krankheit im Alter von 79
Jahren am 17. Juni 2002 in
Berlin. Er hat von 1945 bis in
die jüngste Zeit
wichtige, vornehmlich
historische Ausstellungen
gestaltet und mit zahlreichen
Projekten Ausstellungsgeschichte
geschrieben.
Er stand nicht gern im Mittelpunkt. Dafür seine
zahlreichen Ausstellungen um so mehr. Unermüdlich
trat er für den Grundsatz ein, dass im
Vordergrund einer Ausstellung stets die Wissensvermittlung
stehe.
Angefangen hatte Claus-Peter Gross seine
Laufbahn unmittelbar nach Kriegsende als Werbeleiter
der Camilla-Mayer-Hochseiltruppe.
Lehraufträge und die Arbeit als Art Director einer
Werbeagentur schlossen sich bis 1973 an.
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Claus-Peter Gross |
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Danach war er an zahlreichen Ausstellungen und
als Berater des Aufbaustabs
für das Haus der Geschichte in
Bonn beteiligt. Unvergessen
bleibt die 1995/96 in Bonn und
Moskau präsentierte, von ihm
gestaltete Ausstellung "Sowjetische
Kriegsgefangene in
Deutschland - Deutsche
Kriegsgefangene in der Sowjetunion"
- für ihn, der Stalingrad
erlitten und überlebt hatte,
eine Gratwanderung
zwischen persönlicher Erinnerung
und objektiver Darstellung.
1998 veranstaltete das
Haus der Geschichte anlässlich
seines 75. Geburtstags ein
Symposion zur "Kultur des Gestaltens".
Die mit ihm zusammenarbeiteten,
nannte er
bei dieser Gelegenheit "Leidensgefährten,
die viel mit mir
durchgemacht haben oder
noch machen ... Dennoch sind
wir immer Freunde geblieben".
Damals versuchte er, seinen
Geburtstag - wie er es gerne
tat - in einem Gedicht auszudrücken.
Nur um ein einziges
Wort abgewandelt, kann dieses
Gedicht heute wie sein Abschied
von dieser Welt gelesen werden:
"Ich mach jetzt keine großen Worte,
keine Schlagcreme auf die Erdbeertorte,
ein derbes Brot, ein Leben lang,
das hielt mich fit und macht auch schlank.
Drum hab ich ungern nun vernommen,
die Stunde, an der ich angekommen.
Sie ist nun da. Was soll schon sein?
... So manches hab ich kommen seh'n,
doch, Gott sei Dank, auch wieder geh'n.
... So sag ich eben, wie es ist,
ein offenes Wort und keine List,
wenn einer meint, ich sei ein Tor,
bewahrt mich das doch sehr davor,
das Dasein allzu ernst zu leben,
um ständig am Erfolg zu weben.
Und auch manch Irrung bringt uns weiter,
drum seht Ihr mich beruhigt und heiter."
Claus-Peter Gross bleibt als Mensch und mit
seinem Lebenswerk unvergessen.
Hermann Schäfer / Bernhard Graf
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