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Panzerabwehrkanone und
Geheimkamera
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Der 17. Juni 1953 in Bonn und Leipzig |
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Ein Tag, zwei Staaten, zwei Sichtweisen und zwei Museen, die diesen Tag unterschiedlich präsentieren: Das Zeitgeschichtliche
Forum Leipzig zeigt den
17. Juni in Zusammenhang
mit der Übermacht des
großen Bruders Sowjetunion,
im Haus der Geschichte
in Bonn ist er Teil der
"deutschen Frage".
Besatzungspolitik und militärische Präsenz
der Sowjetunion bestimmten in der frühen
Nachkriegsgeschichte die Entwicklung im
Osten Deutschlands. Schon am Beginn der
Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen
Forums Leipzig wird dies für den Besucher
anschaulich. Eine Großvitrine mit Exponaten
zur Sowjetischen Militäradministration in
Deutschland (SMAD) in der zweiten Hälfte
der 1940er Jahre ist zugleich "Fenster" und
gewährt einen vorausschauenden Blick in den
Ausstellungsbereich, der an den Aufstand vom
17. Juni 1953 in der DDR erinnert. Zentrales
Objekt ist eine Panzerabwehrkanone: Symbol
für das militärische Eingreifen
der Sowjetunion, für das
Einschüchtern und
Zurückdrängen der protestierenden
Massen, auch für das
Scheitern des Aufstands. Auf
drei großen Monitoren sind
Originalfilme von den dramatischen
Ereignissen in Berlin
zu sehen. Großfotos und Zeitungen
spiegeln die Bedeutung
dieses Tages wider. |
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Panzerabwehrkanone im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig |
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Geheimkamera im Haus der Geschichte in Bonn |
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In der Dauerausstellung
im Haus der Geschichte in
Bonn ist die Einheit eingebunden
in die Präsentation
der "deutschen Frage" und der unterschiedlichen außenpolitischen Wege,
die die beiden deutschen Staaten nach ihrer
Gründung 1949 einschlagen. Die Gestaltung
greift die "herausragende" Bedeutung des
17. Juni 1953 bei der Einbeziehung der DDR
in den Ostblock wörtlich auf: Quer in den
Besucherweg ragt eine Tafel, die auf der Vorderseite
das Großfoto der Demonstranten in
Berlin zeigt und auf der Rückseite - aus dem
zeitlichen Rückblick - sowjetische Panzer, die
den Aufstand niederschlagen. Integriert in
eine Vitrine liegt eine Geheimkamera in einem
ausgehöhlten Buch, mit der ein Pressefotograf
spektakuläre Fotos von den Ereignissen in Ost-Berlin machte.
In beiden Häusern informieren Fotografien,
Plakate, Dokumente und Objekte über die
Forderungen der Streikenden, die Reaktion
der Machthaber, die Folgen der Proteste und
Demonstrationen in fast 700 Orten. Filmdokumente
und Zeitzeugenberichte bieten über
anwählbare Filmbeiträge vertiefende Informationen
zu Ursachen, Verlauf und Folgen
des Aufstands. Dabei wird deutlich, wie
gegensätzlich die offizielle Bewertung des 17.
Juni in der Bundesrepublik und in der DDR
war. |
Anne Martin / Hanno Sowade |
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