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 "Nieder mit der SED"
 "Alle wurden
 kahlgeschoren, unsere
 Zellen gekennzeichnet"
 "Ich tat es, um meinem
 Mann zu helfen"
 Zwischen Arbeiteraufstand
 und Revolution
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Titel

 

"Nieder mit der SED"

Der 17. Juni 1953

Der Ausbruch des Juni-Aufstands kam überraschend. Am Morgen des 16. Juni 1953 protestierten in Ost-Berlin Bauarbeiter gegen die Erhöhung der Arbeitsnorm. Ein Tag später brach sich der Protest in nahezu 700 Städten und Ortschaften der DDR in Streiks, Demonstrationen und Unruhen Bahn - nun richtete er sich gegen das gesamte DDR-System.

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"Alle wurden kahlgeschoren,
unsere Zellen gekennzeichnet"

Interview mit Herbert Priew

Halle am 17. Juni 1953: Ein junger Student der Agrarwissenschaften ruft Studenten zur Demonstration für Frieden, Freiheit und Einheit auf. Am nächsten Tag wird Herbert Priew - von einem Kommilitonen denunziert - verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Sühnemaßnahmen in den Strafvollzugsanstalten Waldheim und im "Roten Ochsen" in Halle verurteilt. Nach seiner Entlassung und der Flucht nach West-Berlin 1955 beendet er sein Studium in Stuttgart-Hohenheim. Bis 1993 war er im Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn als Ministerialdirigent tätig. Dort wurde sein Dienstapparat noch 1988 von der Stasi abgehört.

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"Ich tat es, um meinem Mann zu helfen"

Interview mit Edith Walther

Edith Walther, 1925 geboren, floh mit ihren Eltern 1945 aus Ostpreußen nach Döbeln in Sachsen. Dort arbeitete sie als Volksschullehrerin. Ihr Mann wurde 1949 auf Grund seiner Parteizugehörigkeit zur LDPD inhaftiert und erst 1954 wieder aus dem Gefängnis in Bautzen entlassen. Während dieser Zeit führte Frau Walther Tagebuch. Darin beschreibt sie die Zustände in der damaligen DDR, aber auch private Hoffnungen und Nöte. Am 17. Juni 1953 trägt sie die bange Frage ein: "Wird nun doch die Rettung kommen?" Im Sommer 1954 floh sie mit ihrem Mann nach West-Berlin.

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Zwischen Arbeiteraufstand und Revolution

Der 17. Juni in der Geschichtsschreibung

Arbeiter- oder Volksaufstand, Revolution oder nur konterrevolutionäres Ereignis - bei der Klassifizierung und Deutung des 17. Juni 1953 kamen Historiker in Ost und West zu unterschiedlichen Ergebnissen. Heute, nach Öffnung der Archive, billigt die Forschung dem 17. Juni den Rang einer Revolution zu.

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Panzerabwehrkanone und Geheimkamera

Der 17. Juni 1953 in Bonn und Leipzig

Ein Tag, zwei Staaten, zwei Sichtweisen und zwei Museen, die diesen Tag unterschiedlich präsentieren: Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig zeigt den 17. Juni in Zusammenhang mit der Übermacht des großen Bruders Sowjetunion, im Haus der Geschichte in Bonn ist er Teil der "deutschen Frage".

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Versteckte Kamera

Geheimfotos dokumentieren den 17. Juni

Sie ist klein, in einem Buch versteckt und machte spektakuläre Aufnahmen von den Unruhen in Ost-Berlin am 17. Juni 1953. Die Geheimkamera des Bildreporters Richard Perlia schoss Fotos, die die offizielle Propaganda der DDR vom "faschistischen Putschversuch" widerlegten. Die belichteten Negative schmuggelte er sofort nach West-Berlin, wo sie veröffentlicht wurden.

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 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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