| Seit fünf Jahren ist das Zeitgeschichtliche
Forum Leipzig eine feste Anlaufstelle für alle Deutschen in
Ost und West, die sich mit der Geschichte von Unterdrückung
und Widerstand in der SBZ/DDR vor dem Hintergrund der
deutschen Teilung auseinandersetzen wollen. Rund
750.000 Ausstellungsbesuche und viele zehntausende
Veranstaltungsgäste
sind Beleg nicht nur für
die Attraktivität des modernen Museums im Zentrum
Leipzigs, sondern auch für das weiterhin anhaltende Interesse
der Öffentlichkeit an diesen Themen.
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Stiftungspräsident Hermann Schäfer,
Miss Germany 2002, Katrin Wrobel und
Rainer Eckert, Direktor des Zeitgeschichtlichen
Forums, bei der Eröffnung der Ausstellung "Miss
Germany" |
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In den letzten fünf Jahren ist es uns gelungen,
das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig in der Museumslandschaft
der Bundesrepublik Deutschland zu etablieren. Die öffentlichkeitswirksame
Arbeit der Stiftung schlägt sich
nicht nur in hohen Besuchszahlen nieder, sondern auch in
seinem Bekanntheitsgrad. So gaben unlängst in einer repräsentativen
Befragung 20 Prozent aller Deutschen an, das Zeitgeschichtliche
Forum Leipzig
zu kennen oder zumindest davon gehört zu haben - ein überaus
erfreulicher Wert nach so kurzer Zeit!
Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig ist eine der wenigen
Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland, die in wirklich
enger Kooperation zwischen West- und Ostdeutschen
entstanden ist. Diese Zusammenarbeit, die
ich stets als unser "kleines Laboratorium deutsche
Einheit" bezeichnet habe, hat sich mehr als bewährt.
Sie basiert auf wechselseitigem Vertrauen und ergebnisorientierter
Arbeit. Im Kern ist eine Institution nur dann erfolgreich,
wenn die Menschen,
die in ihr arbeiten,
diese Beschäftigung
nicht als leidige Pflicht ansehen, sondern als bereichernde
Erfahrung. Dass diese Grundhaltung innerhalb der Stiftung
vorherrscht, ist Grundlage unseres Erfolgs. Für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit zwischen Leipzig und Bonn, für das Engagement und
die Kreativität
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung an beiden
Standorten bedanke ich mich ganz herzlich.
Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig erfüllt viele bedeutende Aufgaben.
Eine ist in diesen Tagen besonders wichtig: Das Museum wendet
sich auf breiter wissenschaftlicher Grundlage
und mit modernsten Mitteln gegen jegliche Verharmlosungstendenzen
der SED-Diktatur, die von interessierten
Kreisen seit geraumer Zeit erneut lanciert
werden. Wer ermessen will, was 40 Jahre Diktatur
und deutsche Teilung im östlichen
Teil unseres Vaterlandes angerichtet haben, der findet in der
Bundesrepublik Deutschland keinen besseren
Ort als unser Zeitgeschichtliches Forum Leipzig. |