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Am 15. September 2004 verstarb in Bonn Prof. Dr. Hugo Borger nach
kurzer schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren. Als langjähriges Mitglied
des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Haus
der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland prägte er nachhaltig
Aufbau und Gestaltung der Museen in Bonn und Leipzig.
Hugo Borger - am 23. November 1925 in Düsseldorf geboren - leitete
nach dem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie,
Geschichte und Theaterwissenschaften ab 1965 das Rheinische
Landesmuseum Bonn, seit 1971 das Römisch-Germanische Museum in
Köln. Ab
1980 war er auch Generaldirektor der Museen der Stadt
Köln. Nach
seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 1990 blieb
Hugo Borger für
viele Museen und kulturelle Einrichtungen als Berater
tätig.
"Geschichte ist ausstellbar, wenn die Objekte in den Mittelpunkt
rücken", schrieb Hugo Borger noch
vor wenigen Wochen im "Museumsmagazin" der Stiftung.
Er wollte die Freude an der Exponatbetrachtung fördern.
Dieses Ziel verfolgte der leidenschaftliche, eloquente
und sachkundige Museumsmann auch in seiner Funktion als
langjähriger
stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen
Beirats der Stiftung. "Erstaunlich
ist",
so Borger noch kürzlich, "dass
eine gewissermaßen aus dem Stand
aufgebaute facettenreiche Sammlung zur deutschen Geschichte
nach 1945 aufgrund der hier [im Haus der Geschichte,
d. R.]
gezeigten Gegenstände
zu einem spannenden Panorama jüngster deutscher Geschichte komponiert
werden konnte."
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deutlich in der Sprache
energisch gelassen im Handeln
wissend um die Zeit |
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Experten beraten die Stiftung Haus
der Geschichte bei der Ausstellungsgestaltung:
Prof. Dr. Hugo Borger (l.) und Prof.
Dr. Heiner Treinen aus Bochum,
1993 |
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Als brillanter Redner, der stets offen für neue Ideen blieb und komplexe
Zusammenhänge verständlich zu machen wusste, gelang es ihm, Kunst und Kultur
breiten Bevölkerungsschichten nahe zu bringen. Seinem Grundsatz "Die Museen
sind nicht nur für die Kulturgüter und die Kunstwerke, sondern sie sind
vor allem für die Menschen da" blieb er stets treu. Seit 1986 gehörte er
dem Wissenschaftlichen Beirat des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland an. Weit über diese Funktion hinaus wirkte er am Konzept und
Aufbau der beiden Häuser der Stiftung in Bonn und Leipzig mit. Mit seinem
Einsatz, seinen Kenntnissen und seiner tatkräftigen Unterstützung hat er
wesentlich zum Erfolg der Stiftung beigetragen. Die Stiftung verliert einen
guten Freund und sachkundigen Berater. Niemand, der Hugo Borger einmal
am Modell oder in einer Ausstellung erlebte, wird diese Eindrücke vergessen.
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