| Jugendlichen die jüngste Vergangenheit anschaulich zu vermitteln,
ist eines der wichtigsten Ziele der Museumspädagogik
im Zeitgeschichtlichen Forum. Für
Schülerinnen
und Schüler
hat das Museum Angebote entwickelt, die zum Nachfragen
anregen und Freude an der Beschäftigung mit
der Zeitgeschichte wecken.
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Einziges Reiseziel: die sozialistischen
Bruderstaaten im Osten; Beitrag
zum Schülerwettbewerb
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| Wer?
Die Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum ist reich an Anschauungsmaterial
für Kinder und Jugendliche, um sich mit dem Staat auseinander zu setzen,
in dem ihre Eltern und Großeltern aufwuchsen. Wie wichtig das Vermitteln
von Geschichte ist, zeigen Nachfragen, die immer wieder belegen, dass in den
Familien nur wenig über diese Zeit gesprochen wird.
Wie?
Um Lehrkräften die Besonderheiten des außerschulischen
Lernorts Museum zu vermitteln, hat das Zeitgeschichtliche
Forum in Zusammenarbeit mit verschiedenen
Kooperationspartnern seit dem Jahr 2000 Lehrerweiterbildungen
entwickelt. Die schriftlichen Materialien zur Vorbereitung
von Unterricht im Museum erleichtern
den Lehrern die Planung ihrer Projektarbeit im Museum.
Mitmach-Programme regen mit Fragen, Impulsen und
zahlreichen Abbildungen an, Objekte zu entschlüsseln,
Zusammenhänge zu entdecken, nachzufragen und zu diskutieren. Im Anschluss
an einen Museumsrundgang besteht die Möglichkeit, vor Ort die Erlebnisse
noch zu vertiefen. Ergänzend kann das Internetangebot der Stiftung
(www.hdg.de und www.hdg.de/lemo)
für breite Recherchen genutzt werden.
Was?
Regelmäßig in den Sommerferien bietet das Zeitgeschichtliche
Forum zusammen mit dem Radio Verein Leipzig Kindern und Jugendlichen die
Gelegenheit,
einen eigenen Radiobeitrag
zu erarbeiten, der später gesendet wird.
Themen aus der Dauer- oder der jeweiligen Wechselausstellung
sind dabei Aufhänger für spannende
Interviews und Beiträge. Unter dem Titel "Leben
in der DDR - Zwischen Anpassung und
Aufbegehren?" waren 2002 Neunt- und Zehntklässler
aller Mittelschulen und Gymnasien Sachsens eingeladen,
Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen zu befragen und
Objekte zu sammeln, die Geschichten über die Zeit vor 1989/90 erzählen. Über 330 Jugendliche beteiligten
sich mit 143 Arbeiten an diesem ersten Schülerwettbewerb des Zeitgeschichtlichen
Forums Leipzig. Thomas Brussig - bekannt als Autor von "Helden
wie wir" und "Am kürzeren Ende der
Sonnenallee" - zeichnete
am 6. März 2003 als Schirmherr
die zwölf Preisträger des Wettbewerbs aus.
Karin Ruhmöller
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