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Verschiedene
Biografien, gemeinsame Gespräche
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Reihe "Geschichte im Ost-West-Dialog" |
| Seit drei Jahren arbeiten der Deutschlandfunk,
die Leipziger Volkszeitung und das Zeitgeschichtliche
Forum Leipzig erfolgreich
zusammen. Die Reihe "Geschichte im Ost-West-Dialog" wurde
zu einem Publikumsmagneten, der aus dem festen
Veranstaltungsangebot des Zeitgeschichtlichen
Forums Leipzig nicht mehr wegzudenken
ist. Individuelle Erfahrungen zu vergleichen, nicht zu
bewerten, ist das Prinzip der Veranstaltungsreihe.
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Lothar Späth und Gregor Gysi
im Juni 2002
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Sie sollten einander ihre Biografien
erzählen,
forderte Wolfgang Thierse vor über zehn Jahren die Ost- und die
Westdeutschen auf. Das war zu einer Zeit, als man ahnte:
Die Mentalitätsunterschiede
sind so schnell nicht zu überbrücken, weil sie in oft gegenläufigen
Lebensgeschichten wurzeln. Bereits vor der Eröffnung des Zeitgeschichtlichen
Forums luden der Deutschlandfunk - zu jener Zeit bereits Partner
des Hauses der Geschichte - und die damalige "Projektgruppe
Leipzig" zu Diskussionsrunden ein. Mit der Leipziger
Volkszeitung gewann die Kooperation einen wichtigen Medienpartner
für
die Region hinzu.
Einen fast legendären Besucheransturm mit 700 Gästen erlebte
die Diskussion "Der gequälte Osten?
Zwischen Recht und Gerechtigkeit" mit Gregor
Gysi und Lothar Späth im Juni 2002. Auch der 25. Jahrestag
der Biermann-Ausbürgerung bot im Herbst 2001
Anlass für ein Gespräch zwischen dem Liedermacher
und dem WDR-Intendanten Fritz Pleitgen mit fast 500 Gästen.
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Das öffentliche "Einanderzuhören" bei
den Ost- West-Dialogen birgt allerdings auch seine speziellen
Herausforderungen. Menschen bemühen
sich um Verständnis, die
sich zu Zeiten der deutschen Teilung mittels Amt und
Anschauung nicht mögen durften: die Journalisten
Lothar Loewe und Ulrich Makosch etwa, die Geheimdienst-Gegenspieler
Heribert Hellenbroich und Markus Wolf, die Wirtschaftsexperten
Hellmuth Haussmann und Gerhard Schürer.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen Themen der Zeitgeschichte
und aktuelle Fragen.
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Wolf Biermann singt von der "West-Marie
in Ost-Berlin" im Herbst 2001 - unterstützt
von Günter Müchler
vom Deutschlandfunk.
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Dabei ist "Geschichte
im Ost-West-Dialog" aber keineswegs nur Bühne für eine
deutsch-deutsche Nabelschau, sondern eröffnet
auch die Möglichkeit, ost- bzw. mitteleuropäische
Themen zu erörtern. So widmete sich die Veranstaltung im Mai diesen
Jahres der neu eröffneten Wechselausstellung "Nähe
und Ferne. Deutsche, Tschechen und Slowaken": Gemeinsam setzten
sich Prof. Dr. Peter Littmann und der ehemalige Botschafter
der Tschechischen Republik, František Cerný, mit der
Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen
zwischen "neuer
Ostpolitik", Prager Frühling und samtener
Revolution auseinander.
Karin Hoser
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