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50 Jahre Bundeswehr

Gastausstellung im Haus der Geschichte

Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik ist im In- und Ausland heftig umstritten. Am 7. Juli 1956 verabschiedet der Deutsche Bundestag die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Bei einem Angriff von außen soll die neue Armee mit dem Namen "Bundeswehr" die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland verteidigen.

"Entschieden für Frieden - 50 Jahre Bundeswehr": Zu diesem Thema hat das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) zum 50. Geburtstag der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland eine Wanderausstellung erarbeitet, die am 10. Oktober 2005 Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan im Haus der Geschichte eröffnet.

Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Geschichte und die veränderten Aufgaben der Bundeswehr von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei werden etwa 300 Foto- und Textdokumente zu sehen und mehr als 40 historische Filmsequenzen an Videoterminals abrufbar sein.

Magna Charta der Bundeswehr: Titelseite
der Himmeroder Deckschrift

Eins der grundlegenden Dokumente für den Aufbau der Bundeswehr ist die "Himmeroder Denkschrift", die den Neubeginn eines eigenständigen sicherheitspolitischen und militärischen Denkens in der Bundesrepublik markiert. Unter dem Eindruck der massiven sowjetischen Bedrohung für Westeuropa und dem kommunistischen Überfall auf Südkorea kamen am 5. Oktober 1950 in dem abgelegenen Eifelkloster Himmerod fünfzehn ehemalige Wehrmachtsoffiziere zu einer geheimen Besprechung zusammen, um die Frage eines westdeutschen Beitrags zur gemeinsamen Verteidigung Westeuropas zu beraten.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf größere Themenbereiche. Zunächst steht die Zeit zwischen 1945 bis 1955 im Zentrum, vor allem wie die 1949 gegründete Bundesrepublik nach Sicherheit im beginnenden Kalten Krieg sucht, diese im westlichen Verteidigungsbündnis findet und hierfür einen eigenen Wehrbeitrag vorbereitet. Der Bereich "Im Zeichen der ,Massiven Vergeltung’ " dokumentiert die Aufstellung und den Ausbau der Bundeswehr zwischen 1956 und 1967/69. Das Thema "Im Zeichen der ,Flexiblen Antwort’ " stellt die Sicherheit im Bündnis und die gesellschaftliche Integration dar (1967/69 bis 1989). Ein vierter Bereich gilt dem Epochenwechsel und zeigt die Bundeswehr im Wiedervereinigungsprozess ab 1989. Das letzte Thema "Neue Verantwortung" greift die Entwicklung der "Armee im Einsatz" zwischen 1991 und 2005 auf.

Die Ausstellung bleibt bis zum 21. Oktober 2005 im Haus der Geschichte. Anschließend ist sie als Wanderausstellung an zahlreichen Orten in der Bundesrepublik zu sehen und begleitet bis ins Jahr 2006 hinein die Jubiläumsfeierlichkeiten der Bundeswehr.

Thorsten Loch

Neue Aufgaben, neue Einsatzgebiete:
Deutsche Soldaten bereiten Trinkwasser
für die Bevölkerung in Somalia 1993 auf.

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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