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"Tor, Tor, Tor"
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Fußball und Zeitgeschichte im Bundeskanzleramt in Berlin
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Bern 1954, München 1974,
Rom 1990 - drei historische
Wegmarken des deutschen
Fußballs, die sich nicht nur
ins Bewusstsein vieler Fans
prägten. Eine Ausstellung im
Bundeskanzleramt zeigt die
Bedeutung des Fußballs vor
dem Hintergrund der wirtschaftlichen
und politischen
Entwicklung Deutschlands.
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Am 13. Juli 2005 eröffnete Bundeskanzler
Gerhard Schröder die Ausstellung "Fußball
und Zeitgeschichte von Bern 1954 bis Berlin
2006" im Bundeskanzleramt in Berlin. Die Stiftung
Haus der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland hat die Ausstellung in enger Kooperation
mit der Stiftung Historisches Museum
der Pfalz in Speyer, dem Deutschen Fußball-Bund e.V. und dem Bundeskanzleramt
erarbeitet. Bis zum Beginn der 18. Fußballweltmeisterschaft
im Juni 2006 können die Besucher
des Bundeskanzleramts über 100 Objekte,
zahlreiche Fotos und Filme zu
Sternstunden der deutschen Fußballgeschichte
sehen. Die Weltmeisterschaftsgewinne von
1954, 1974 und 1990 sowie der Frauenfußball-WM 2003 werden in Verbindung mit den
bedeutenden politischen Weichenstellungen
und den wichtigen Linien der wirtschaftlichen
Entwicklung präsentiert.
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"Wir sind wieder wer!" - Dieses Schlagwort
wachsenden deutschen Selbstwertgefühls bezeichnet
den WM-Sieg von 1954 ebenso treffend
wie die Phase des politischen und
wirtschaftlichen Aufbaus in der jungen Bundesrepublik.
Zwanzig Jahre später gewinnt das
bundesdeutsche Team den Weltmeistertitel im
eigenen Land: Auch wenn die WM 1974 in einer
Zeit internationaler Entspannungspolitik
stattfindet, schlägt sich die Konkurrenz der politischen
Systeme auch im sportlichen Bereich
nieder. Legendär wird das Vorrundenspiel gegen die DDR mit dem Tor von Jürgen Sparwasser - einzige Begegnung zweier deutscher
Auswahlmannschaften. Der Sieg der Weltmeisterschaft
1990 in Italien ist ein herausragender Moment in einem Jahr vieler bedeutender Ereignisse.
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Bundeskanzler Gerhard
Schröder eröffnet die
Ausstellung im Kanzleramt.
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Im "2+4 Vertrag" gewähren
die USA, Großbritannien, Frankreich und die
UdSSR dem vereinigten Deutschland 1990 volle
staatliche Souveränität und mit dem Beitritt
der DDR zur Bundesrepublik ist die deutsche
Einheit am 3. Oktober 1990 vollzogen. "Die Zukunft
des Fußballs ist weiblich", erklärt Sepp
Blatter 1999. Den langen Weg des Frauenfußballs
zur öffentlichen Anerkennung krönt 2003
der Gewinn der Frauenfußball-WM in den
USA.
Die Ausstellung endet mit einem Blick auf
die kommende Fußballweltmeisterschaft in
Deutschland 2006 unter dem Motto "Die Welt
zu Gast bei Freunden". Die Vorbereitungen für
ein friedliches, fröhliches und spannendes Turnier
in einer weltoffenen Atmosphäre laufen
auf Hochtouren. Für jede Nationalmannschaft,
die sich noch qualifiziert, wird in der Ausstellung
eine Nationalflagge aufgehängt. So entsteht
eine lebendige Präsentation, in der die
Besucher des Bundeskanzleramts "Geschichte
erleben®" können.
Simone Mergen
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