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Archiv |
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Ausgewählt |
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Ausgewählt
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In der Rubrik "Ausgewählt" stellen Prominente ein Exponat vor, mit dem sie persönliche Erinnerungen verbinden.
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Ein Himmel voller Flugzeuge
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Rosinenbomber C47
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Klaus Schütz bekleidete verschiedene hohe
Parteiämter in der SPD und war ein enger
Vertrauter Willy Brandts. Von 1967 bis
1977 war er Regierender Bürgermeister
von Berlin. Die Blockade Berlins 1948/1949
erlebte er als Student der Germanistik und
Geschichte an der Freien Universität Berlin.
Als die Sowjetunion Ende Juni 1948 die Zufahrtswege
nach West-Berlin abriegelte, war ich
Student an der Freien Universität. Ich erinnere
mich noch genau an die Luftbrücke, an einen
Himmel über Berlin, über den im Minutentakt
Flugzeuge ankamen und abflogen.
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Ein Rosinenbomber C47 im Haus der Geschichte
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Die so genannten "Rosinenbomber" flogen rund 250.000
Einsätze in 322 Tagen und transportierten über
zwei Millionen Tonnen Güter - eine logistische
Meisterleistung, die in der Geschichte der Luftfahrt einmalig ist.
Im Haus der Geschichte präsentiert der Rumpf einer alten C-47-Maschine, in
dem sich Holzkisten mit Konserven, Brennstoffe und Medikamente befinden,
einprägsam den ersten Höhepunkt des Kalten Krieges.
Für
mich ist die Maschine ein Symbol für den unbändigen
Freiheits- und Überlebenswillen der
Berliner, für die westliche Solidarität, und sie
zeigt, wie aus ehemaligen Besatzungsmächten
Schutzmächte, wie aus Gegnern im Zweiten
Weltkrieg Verbündete wurden.
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mm Herr Schütz, die Berlin-Blockade war die
erste große Krise des Kalten Krieges. Welche
Folgen hatte sie innen- und außenpolitisch für
Deutschland?
Schütz Innenpolitisch rückte die geografische
Lage und die politische Sonderstellung Berlins
durch die Blockade massiv ins Bewusstsein der
Politiker und der Bevölkerung. Außenpolitisch
wurde deutlich, dass Berlin zukünftig Schauplatz
und Seismograf der Konfrontationen zwischen
den Supermächten werden würde.
mm Wie erlebten Sie persönlich die fast ein
Jahr andauernde Blockade?
Schütz Ich war damals ein junger Student,
der voller Optimismus in die Zukunft schaute.
Während der Blockade fühlte ich die Solidarität
zu Berlin und seinen Bürgern, die von Tag
zu Tag größer wurde.
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