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Das Leben der Anderen

Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch mit Jugendlichen

Das Unrecht in der DDR nicht vergessen: Bundespräsident Horst Köhler traf im Haus der Geschichte Jugendliche aus Ost und West. Als Anlass und Ausgangspunkt diente der vielfach prämierte Film "Das Leben der Anderen".

Über den Stasi-Film "Das Leben der Anderen" diskutierte Bundespräsident Horst Köhler am 16. Juni 2006 mit rund 90 Oberstufenschülern aus Bonn, Aachen, Leverkusen, Mönchengladbach und Leipzig im Haus der Geschichte. Dabei betonte der Bundespräsident die Wichtigkeit, sich weiter mit der Geschichte der DDR auseinander zu setzen. Köhler betonte: "Es ist mir wichtig, dass jeder Mensch weiß, was in der DDR lief. Ich bin persönlich sehr glücklich, dass wir das überwunden haben."

Der Bundespräsident war als Schirmherr des Netzwerks für Film und Medienkompetenz "Vision Kino" ins Haus der Geschichte gekommen. Diese Initiative hat sich zur Aufgabe gemacht, Kinos und Schulen zusammen zu bringen, um so Kindern und Jugendlichen mehr Kompetenz in Sachen Film und Fernsehen zu vermitteln.

Bundespräsident Horst Köhler mit Ehefrau Eva Köhler inmitten von Schülern im Haus der Geschichte.

Auf dem Podium saßen neben dem 1 Bundespräsidenten 2 der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck, 3 Hauptdarstellerin Martina Gedeck, 4 Hans Walter Hütter, Haus der Geschichte, sowie 5 die Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler.

Der mehrfach ausgezeichnete Film "Das Leben der Anderen" des Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck zeigt die radikalen Überwachungs-
methoden der Stasi in der DDR. Im Visier der Überwacher sind der Schriftsteller Georg Dreymann (gespielt von Sebastian Koch) und seine Lebensgefährtin Christa Maria Sieland (Martina Gedeck). Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) hat die Wohnung des Paares komplett verwanzt und belauscht jedes Gespräch - bis er anfängt, mit den beiden Künstlern zu sympathisieren.

"Von diesem Film kann man lernen, dass der Mensch als Individuum nichts zählte", so der Bundespräsident. "Hier kann man sehen, wie ein System Menschen entmenschlichte." Köhler betonte, wie wichtig diese Beobachtung vor allem für die anwesenden Schüler sei, die teilweise erst ein Jahr alt gewesen seien, als die Mauer fiel. "Es wäre schlimm, wenn vergessen würde, was so menschenverachtende Regimeerfüller wie die Stasi-Mitarbeiter gemacht haben", sagte Bundespräsident Köhler abschließend.

Geert Schmelzer

 
 
 
 
 

Plakat zum mehrfach ausgezeichneten Film "Das Leben der Anderen"

 © 2008 Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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